Wohnungen
Herrenhaus Krauschütz

Das Gut Krauschütz war stehts ein Bestandteil des Schlosses Elsterwerda. 1502 verkauften Georg und Hans von Köckritz etliche Zinsen zu Krauschütz an Georg von Sachsen, desgleichen 1513 an Jacob und Otto von Köckritz. Das Schloss Elsterwerda und das Gut kamen 1727 bei einer gerichtlichen Versteigerung an König August den Starken, der aus dem Besitz ein Kammergut machte. Umfangreiche Bauarbeiten erfolgten am Schloss und mit dem Park war ein Ensemble geschaffen, dem auch Friedrich der Große seine Bewunderung nicht versagte.
Das kurfürstliche Kammergut wurde von da an verpachtet. Genannt wurden hier:
- Samuel Gottlieb Langen, Amtsmann und Rechtsgelehrter,
- Johann Benjamin Grabner, Amtverwalter,
- 1754: Carl Christoph Beschorner, erst als Mitpächter, dann alleiniger Pächter,
- Gottfried Schneider,
- um 1779: Friedrich Christian Hammer, kurfürstlich sächsischer Amtsmann und Landesvater des Kammergutes Elsterwerda,
- 1809: Herr Freitag, Amts- und Gerichtshalter.
Nach der Durchführung der Teilung Sachsens 1815, zufolge der Bestimmungen des Wiener Kongresses, wurde das Kammergut zur königlichen Domäne Krauschütz und hatte 187 Einwohner. Carl-Ludwig Hübler übernahm das Domänen- und Rentenamt und gab es später an seinen Sohn weiter. Diesem folgte Amtsrat August Müller, welcher wegen seiner Verdienste um die Landwirtschaft und die Stadt zu seinem 76. Geburtstag den Ehrenbürgerbrief der Stadt Elsterwerda erhielt. Im April 1898 übernahm Richard Barthel die Domäne.
1932 wurde die Domäne Krauschütz durch die Siedlungsgesellschaft Sachsenland parzelliert und 1940 erfolgte die Zwangseingemeindung in die Stadtgemeinde Elsterwerda. Trotz darauffolgendem Einspruch und Bittgesuch wurde dem Wunsch der Einwohner wieder ausgemeindet zu werden nicht stattgegeben und Krauschütz bis 1992 als Elsterwerda-Süd weitergeführt. Mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung konnte der Stadtteil seinen traditionellen Namen Krauschütz nach der Wende allerdings wieder weiterführen.
Die einstige Domäne, von welcher der Sage nach ein unterirdischer, aber eingefallener Gang zum Schloss führen soll, ist als solche auch heute noch gut zu erkennen. Das mit einem Walmdach ausgestattete einstige Herrenhaus entstand vermutlich in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Der Bereich des ehemaligen Wirtschaftshofes ist gegenwärtig in mehrere Grundstücke aufgeteilt, die sich in privater Hand befinden. Das alte Gutshauses wurde das 1945 in zwei Hälften unterteilt. In einem Teil befand sich jahrelang die örtliche Kinderkrippe und nach der Wende ein Obdachlosenheim, bis auch dieser Teil des Hauses verkauft wurde.
Nimm Mobile Geschichte mit auf die Reise
Diesen Text liest du gerade kostenlos. Mit Premium kommt dazu, was unterwegs zählt: Beschreibungen vorlesen lassen, Objekte durch die Kamera finden, Regionen offline mitnehmen.
- Alle Beschreibungstexte, auch die der ~17.700 Premium-Objekte
- Audio-Guide: Beschreibungen unterwegs vorlesen lassen
- AR-Sucher: Objekte durch die Kamera sehen, mit Entfernung und Richtung
- Unbegrenzte Merkliste
14 Tage kostenlos testen, danach ab 2,99 € im Monat. Jederzeit kündbar.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 51.4534, 13.5295