Privatbesitz
Herrenhaus Iddelsfeld (Köln)

Das Gut wurde erstmals im Jahre 1222 als Rittersitz durch Cäsarius von Heisterbach erwähnt. Die Besitzer waren geborene Bach- und Waldgrafen. Im 14. Jahrhundert sind die Familie von Schönrath, vom 15. bis 17. Jahrhundert des Geschlecht von Quadt zu Buschfeld Eigentümer des Gutes. Nach den Droste-Vischering im 17. Jahrhundert wird mit Caspar Düppers 1784 erstmals ein Bürgerlicher - noch vor der französischen Revolution - als Eigentümer genannt, dem bis 1913, dem Datum des Erwerbs des Gutes durch die Stadt Köln, weitere bürgerliche Eigentümer folgen. Iddelsfeld galt in dieser Zeit nicht mehr als "landtagsfähig". 1962 erwarb das Haus Th. Lützeler von der Stadt Köln - die Familie saß vorher auf dem derzeit abgebrochenen Daufhof in Holweide.
Die in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts, evtl. vom oben erwähnten Caspar Düppers (1742 - 1826) erbaute bzw. umgebaute Hofanlage besitzt - wie es im Kölner Raum nur noch sehr selten anzutreffen ist - nicht nur ein spätbarockes Hauptgebäude, sondern auch - als seitliche Begrenzung des Hofgeviertes - aus dieser Zeit stammende Nebengebäude bzw. Stallungen. Nur die in Fachwerk erstellte Scheune stammt ausweislich der außen angebrachten Jahreszahl von 1905, wurde also gleichzeitig mit dem benachbarten Mühlengebäude am Strunder Bach errichtet. Zweifellos war die mittelalterliche Hofanlage vollständig von Wasser umgeben - heute zieht sich der breite Graben nur noch auf der Südseite U-förmig hin, einer weiten Wiesenfläche vor dem Wohnhaus Raum lassend. Da die östlichen Nebengebäude den Graben zum Strunder Bach hin absperren, ist es anzunehmen, daß beim Bau dieser Gebäude der nördliche Teil des Ringgrabens zugeschüttet wurde. Es erscheint daher nicht ausgeschlossen, daß früher die wohl in Fachwerk gefügten Stallungen südlich des Haupthauses lagen, wodurch die unverhältnismäßig große Freifläche sich hier erklärt.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 50.9682, 7.0607