Herren- und GutshausKreischa - Bärenklause

Herrenhaus Bärenklause

Herrenhaus Bärenklause

Privatbesitz

1288 wurde erstmals die Bauernsiedlung Kolchowe (von altsorb. Kolčov = Rodung) urkundlich erwähnt. Im Spätmittelalter fiel die Siedlung wüst, nach 1445 lebten in Goltzscha wieder zwei besessene Mann, 1547 sogar acht. Hans Christof von Bernstein, Grundherr auf Kleinborthen, legte 1554 im Dorf ein Vorwerk an und legte die Bauern, um seinen Besitz zu vergrößern. Der Gutsweiler wurde nach ihm benannt – Bernklause – und erhielt 1606 den Rang eines Rittergutes. 1636 wurde bis auf das Gut selbst die gesamte Dorfanlage von schwedischen Söldnern zerstört, die Bewohner wurden vertrieben oder getötet. Nach dem Dreißigjährigen Krieg erwarb Hans Bernhard die Wüstung erneut zum Lehen und siedelte wieder Bauern an. Das Gut genoss, da es noch den alten Status eines schriftsässigen Rittergutes hatte, innerhalb der Markgrafschaft Meißen Sonderrechte, wie beispielsweise die Gerichtsbarkeit über Gombsen, Golberode und Kautzsch. 1825 wechselte der Besitz an Ferdinand Alexander von der Becke, welcher zu dem alten Herrenhaus 1840 zusätzlich ein Neues errichten ließ. 1880 wurde das Herrenhaus umgebaut. Karl Höhne, Besitzer der Bärenschänke in Dresden, welche in den Bombennächten 1945 völlig zerstört wurde, war bis zu seiner Enteigung durch die Kommunisten 1945 letzter Besitzer des Gutes. Nach 1945 waren Wohnungen eingerichtet und 2003 wurde das neue Herrenhaus an einen privaten Eigentümer versteigert.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Thomas Eichler

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 50.9683, 13.7664