Privatbesitz
Haus Wachtendonk

Die ohnehin ruinöse Burg Wachtendonk wurde ab 1608 abgetragen und so musste sich die weltliche Repräsentanz einen anderen Sitz schaffen. Mitten in der Stadt, an der Neustraße, wurde um 1620 durch den damaligen Herrn von Wachtendonk, Arnold III. von Huyn-Geleen ein neuer Sitz errichtet. Vermutlich wurde der Bau zur Hochzeit des Sohnes Arnold Hugo (1619) oder der Tochter Alexandra Maria (1624) fertig gestellt. Viele Reststeine der Burg wurden vermauert. Die vorhergehende Nutzung des Areals ist ungeklärt, von hier ging aber eine 1489 erbaute, kanalisierte unterirdische Wasserzufuhr zum Kloster an der Pfarrkirche aus. Die Bezeichnung Prinzenhof rührt aus dem 18. Jahrhundert, als der Prinz von Ligne Herr von Wachtendonk war. Als Nachfolger der Burg führte es aber auch logischerweise den Namen „Haus Wachtendonk"; im Dialekt nannte man es kurz und bündig „Et Hoff". Dieser wurde von der Herrschaft nicht ständig bewohnt, sondern war eher ein Landsitz für gelegentliche Besuchsaufenthalte. Erst vor einigen Jahren wurde das Anwesen restauriert; es zeigt jetzt auch wieder die weiße Ausfugung der Ziegel, wie sie von der Rückseite des Hauses überliefert war. Der relativ schlichte Backsteinbau hebt sich durch einen vorspringenden abgerundeten Risalit mit breiter Toreinfahrt von anderen Gebäuden ab. Darüber befand sich ein geräumiger Saal. Für 1771 ist auch eine Hauskapelle mit Tragaltar überliefert. Die achtteiligen Sprossenfenster mit Oberlicht sind eine Zutat des 19. Jahrhunderts. So auch in der nördlichen Giebelseite die spitzbogigen Fenster und ein Blendtondo für die Dachräume. Vermauerte Türöffnungen bestätigen den von Plänen her bekannten Aus- oder Anbau. Auch nach Süden hin setzte sich die Anlage fort. Dieser Teil stürzte 1932 ein.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.wehrbauten.de/thread.php?threadid=566&hilight=Borghees
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 51.4058, 6.3346