Privatbesitz
Haus Grumsmühlen
Grumsmühlen war ein ehemals ritterschaftliches Gut bei Langen im Emsland, das seit 1923 im Besitz der Herzöge von Croÿ ist.
Geschichte+
Der Name Grumsmühlen (alt: Grumsmeulen 1516) leitet sich von einer Ölmühle her, die auf dem Gelände stand. Nach Schriever könnte das Bestimmungswort grummen = Geräusch machen bedeuten. Im 16. Jahrhundert wurde der damalige Bewirtschafter des Hofes, Albert Göding, noch als Grumsmöller bezeichnet. Auf dem Gelände wurde später noch eine zweite Mühle, die Puttken-Mühle, errichtet, die heute noch existiert. Der Name leitet sich möglicherweise von niederdtsch. puttken = schlürfend daherlaufen her. Grumsmühlen hat eine sehr wechselvolle Geschichte mit vielen Höhen und Tiefen. Um 1300 war der Hof ein schatzfreies, mit einem Mühlenregal berechtigtes halbes Erbe im Besitz des Grafen von Tecklenburg. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts war das Fraterhaus zum Springhorn in Münster Eigentümer des Besitzes. Grumsmühlen wurde von den Fratres 1562 an den Lingener Rentmeister Adolf van Limborch (auch Limborg) verkauft, der das Gut mit Turm und Gräfte herrschaftlich ausbaute. Nach der Ermordung van Limborchs wurde Grumsmühlen 1572 an den Lingener Drosten Ernst Mulert verkauft. Dieser entstammte em alten niederländischen Adelsgeschlecht Mulert, das unter anderem auf dem Gut Laar bei Ommen ansässig war. Grumsmühlen war in damaliger Zeit nicht sehr groß. Um 1550 hatte Grumsmühlen 4 Maltersaat Ackerland, 30 Fuder Heuwuchs, soviel (Eich-)Holz, dass 30 Schweine darin gemästet werden konnten und einen Garten von 4 Scheffel Leinsaat für die Ölmühle.
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Lage: 52.5425, 7.4272