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Gutshaus Weisin

Der Ort Weisin wurde erstmals urkundlich 1235 erwähnt, als Bischof Brunward von Schwerin das Dorf der Pfarre zu Kuppentin überwiesen hatte. Mit Johannis de Weisin wurde auch ein Personenname genannt. Dessen Sohn Gerhardus trat 1285 als Zeuge auf, was Urkunden belegen. Der Ortsname Weisin ist wendischen Ursprungs und bedeutet Vysina (Anhöhe), auch Hügelort.
Wann Weisin dem Sprengel in Kuppentin entzogen und zur Kirche in Benthen gelegt wurde, ist nicht bekannt. Neben den von Lobeck und von Dessin erwarben um 1370 auch die Herren von Weltzien erste Einkünfte und Besitzanteile an Weisin. Von 1509 bis 1701 saßen die von Weltzien ununterbrochen in Weisin und auf der Wasserburg, die 1687 wahrscheinlich durch Blitzschlag abbrannte. Seit 1490 hatten die von Weltzien ihren Wohnsitz auf der durch Wasser geschützten Burg. Schon 1689 wurde auf dem 1590 weiter östlich angelegten Gutshof ein neues Herrenhaus errichtet. 1701 verpfändete Hauptmann Gerd Friedrich von Weltzien das Gut.
Besitzerfolge des Gutes:
- 1533 Balthasar und Joachim von Weltzien
- 1573 Jaspar und Heinrich von Weltzien
- 1593 Batzer von Weltzien
- 1610 Johann Adeloff Friedrich von Weltzien
- 1701 Hauptmann Gerd Friedrich von Weltzien
- 1702 Sigmund Friedrich von Restorff
- 1733 Johann Bernhard von Stralendorff
- 1753 Hauptmann Hans Christoph von Rieben
- 1782 Major Gerhard von Levetzow
- 1783 Simon Peter und Christian Langfeldt
- 1819 Generalmajor Johann Caspar von Boddien
- 1837 Johann Friedrich Hofschläger
- 1870 Peter Godeffroy
- 1904 Kammerherr Dr. jur. Arnold Woldemar von Frege-Weltzien
- 1917 Alfred und Ehrenfried von Wolffersdorf
Ab 1838 gab es bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges in Weisin eine Stammschäferei. Gehalten wurden aus Spanien eingeführte Merinoschafe, die nach Hamburg getrieben und von dort mit dem Segelschiff nach Australien in das Gebiet von Adelaide gebracht wurden. 1925 erhielt Weisin elektrische Beleuchtung durch eine Leitung zum Kraftwerk an der Bobziner Schleuse. Das Gutshaus diente ab 1940 als Lazarett und Unterkunft für bis zu 80 Flüchtlinge und Vertriebene. Ab 1954 waren im Gutshaus neben Wohnungen und einem Kindergarten im Ostflügel noch eine Konsum-Verkaufsstelle untergebracht worden. Das Gutshaus mit kleinem Park liegt direkt an der Elde.
Im Oktober 1952 gründete man die erste LPG, die als Clara Zetkin bald von Typ I in Typ III umgewandelt und mit der LPG Seefeld Charlottenhof vereinigt wurde. Nach der politischen Wende von 1989 werden die Weisiner Ländereien von der Passower Agrargenossenschaft bewirtschaftet.
Bis in den 1990er waren Mietwohnungen im Gutshaus eingerichtet. 1998 konnte H.G.Wolf aus Bremen das Gutshaus erwerben, er ließ das Haus und das gesamte Anwesen aufwendig sanieren. Im Jahre 2007 kam es erneut zu einem Eigentümerwechsel. Fam. Jakobs (aus Hannover stammend) betreibt im Haus eine gemütliche, kleine Ferienpension mit mehreren Ferienwohnungen. Für Tagungen und Veranstaltungen stehen im Haus auch 2 kleine Säle zur Verfügung.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.werner-conrad.de/gutshaus-weisin.html
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 53.4981, 12.0755