Privatbesitz
Gutshaus Saxtorf

Das adelige Gut Saxtorf (dänisch: Saxtorp, plattdeutsch: Saxdörp) entstand im 16. Jahrhundert. Die Grundherrschaft Saxtorfs ist jedoch erheblich älter. Ende des 15. Jahrhunderts war Saxtorf im Besitz der Familie Wohnsfleth, ein ritterliches Geschlecht. 1494 erwarben die Ritter von Blome Saxtorf. Hinrich Blome baute das Gut planmäßig auf, doch schon 1500 erwarb die Familie Ahlefeldt das Anwesen. Bis 1566 verblieb es in Besitz der Ahlefeldts. Durch Heirat gelangte das Gut zu der Familie Rantzau, die es bis 1633 bewirtschafteten. Erneut durch Heirat fiel es zurück an die Familie von Ahlefeldt. 1690 erwarben die von Brockdorffs das Gut, 1741 gelangte die Familie von Ahlefeldt abermals in den Besitz von Saxtorf.
Cai von Ahlefeldt errichtete 1648 ein beeindruckendes barockes Herrenhaus in französischer Manier. Am 2. Weihnachtstag 1847 brannte dieses Gebäude weitgehend nieder. Ein Rest des Hauses wurde in den bald aufgeführten Neubau, der 1852 vollendet wurde, integriert.
Nach dem Tod Carl F. G. von Ahlefeldt fiel der Besitz gänzlich aus der Familie. N. G. Gülich aus Berlin erwarb Saxtorf dann für eine Million Mark. Dennoch wechselten die Besitzer Saxtorfs ständig. 1919 erwarb Peter Hoff aus Olufskjer das Gut, seitdem blieb der Besitz in der Familie Hoff. 1955 war sein Sohn Johann Ludwig Hoff der Besitzer, danach sein Adoptivsohn Bernd Hoff-Hoffmeyer-Zlotnik, der Sohn seiner Schwester, den Johann L. Hoff 1969 adoptierte.
Der Hamburger Architekt Friedrich Stammann plante diesen Neubau in der damals modischen Formensprache der Neugotik (Neogotik) als dreiflügelige Anlage. Ein zentral angeordneter, fünfetagiger Turm betont die Symmetrie der Anlage. Ende der 1970er Jahre wurde das Gut für eine ZDF-Krimiserie Im Auftrag von Madame als „schottisches Spukschloss“ genutzt. Das Studio Hamburg produzierte 1984 im Auftrag des NDR die Siegfried-Lenz-Novelle Ein Kriegsende und nutzte das Gut als Drehort.
Nimm Mobile Geschichte mit auf die Reise
Diesen Text liest du gerade kostenlos. Mit Premium kommt dazu, was unterwegs zählt: Beschreibungen vorlesen lassen, Objekte durch die Kamera finden, Regionen offline mitnehmen.
- Alle Beschreibungstexte, auch die der ~17.700 Premium-Objekte
- Audio-Guide: Beschreibungen unterwegs vorlesen lassen
- AR-Sucher: Objekte durch die Kamera sehen, mit Entfernung und Richtung
- Unbegrenzte Merkliste
14 Tage kostenlos testen, danach ab 2,99 € im Monat. Jederzeit kündbar.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://schloesserrundschau.de/schleswig/schloesser/rendsburg14.html
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 54.5360, 9.8527