Herren- und GutshausMalschwitz - Preititz

Gutshaus Preititz

Gutshaus Preititz

Wohnungen



In einer nordöstlich von Bautzen sich verflachenden Talgegend liegt das ehemalige Rittergut Preititz. Obwohl Preititz schon erheblich älter ist, geht der urkundliche Befund nur bis in das 17. Jahrhundert zurück. Eine Ursache könnten die verheerenden Kriege gewesen sein, die in den vorherigen Jahrhunderten über das Land zogen und zur Vernichtung des Urkundenbestandes beitrugen.

Im 16. Jahrhundert scheinen jedoch die Herren von Ponickau und später die von Metzradt das Gut Preititz besessen zu haben. Mit dem Jahre 1603 gehörte Preititz Rudolf von Rechenberg. Nachdem das Gut 1655 für 46 Jahre an die Familie von Nostitz kam, wechselten häufig die Besitzer. Erst mit dem Erwerb durch Carl Gottlob von Ziegler und Klipphausen stellte sich eine Kontinuität in der Besitzfolge ein. Sein Sohn, Hauptmann Ferdinand Rudolf von Ziegler und Klipphausen, erbaute 1789 das Herrenhaus anstelle eines Vorgängerbaus. Der ursprünglich vorgesehene Abriss des alten baufälligen Wohnhauses wurde jedoch nicht durchgeführt, sondern erst über 60 Jahre später durch den Kammerherrn Heinrich August von Globig vollzogen.

Das Herrenhaus Preititz hat eine für die Oberlausitz typische schlichte Fassade mit zwei barocken Eingangsportalen. Durch die symmetrische Fassadengestaltung und das wuchtige Mansardendach mit Dachreiter lässt sich das Gebäude jedoch schnell als ländlicher Adelssitz erkennen. Über die beiden gleichrangigen Eingangstüren betritt man jeweils eine Vorhalle, von denen Treppen das Obergeschoss erschließen. Durch den Einbau von Wohnungen nach dem Ende des 2. Weltkrieges ist die ehemalige Raumstruktur jedoch kaum noch erhalten.

Im Anschluss an erneute Besitzerwechsel verkaufte schließlich Wilhelmine Amalie Freifrau von Gärtner 1865 den Besitz an das Weltadeligen Fräuleinstift Joachimstein in Schlesien. Stiftsverweser von 1905 bis 1938 war Ökonomierat Karl Otto Klahre. Ab 1939 übernahm der Tierarzt Dr. Pohle die Führung des Betriebes bis zu seiner Enteignung durch die Kommunisten 1945.

Nach 1945 wurde das Herrenhaus in neun Wohnungen aufgeteilt. In den Jahren 1963 bis 1991 dienten die unteren Räume des Gebäudes auch als Kindergarten, später als Lagerräume und Unterkunft für den Heimatverein.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.heykodehn.de/preititz.htm

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 51.2207, 14.5460