Herren- und GutshausRangsdorf - Klein Kienitz

Gutshaus Klein Kienitz

Gutshaus Klein Kienitz

Privatbesitz

Von 1558 bis 1581 sind die Mittelstraß zu Berlin Besitzer des Dorfes, das sie von der Familie von Liepe und von Thümen erkauft hatten. Sie übten das Höhere und Niedere Gericht aus, waren Patronatsherren der Kirche und ihnen standen die Dienste der Bauern zu. Sie bezogen außerdem die Abgaben von sechs Höfen inklusive der Abgaben des Dorfkruges, des Müllers, der Kossäten und des Hirten. Sie hatten zudem einen Adelssitz mit vier, abgabenfreien Hufen. Im Jahre 1581 kaufte Dr. Johann Köppen den Besitz der Mittelstaß.

Ein weiterer Besitzanteil war von den von Thümen und Milow bis 1537 in den Besitz der Familie von Bettin (auch von Boytin) gekommen. 1567 waren dies sieben von Abgaben befreite Hufen und freie Hütung auf der großen Wiese bei Diedersdorf. 1648 bis 1683 war dieser Teil im Besitz der von Schlabrendorf auf Löwenbruch und ging dann in den Besitz der von der Gröben auf Löwenbruch über, in deren Besitz er bis zu Anfang des 19. Jahrhunderts blieb.

1801 gab es in Klein Kienitz 17 Bauernhufen und 13 Ritterhufen. 1819 starb Max August von Köppen ein Sohn des obigen Dr. Johann Köppen. Dessen Witwe, eine von Bredow heiratete einen Oberstleutnant von dem Knesebeck. 1752 heiratete Friedrich Bogislav von Tauentzien Charlotte, die Tochter des v.d. Knesebeck und damit kamen Dorf und Rittergut in den Besitz der v. Tauentzien. Das heutige Gutshaus wurde von ihm nach 1752 erbaut. 1821 wurde Dorf und Gut an den Amtmann Johann Friedrich Julius Dierecke verkauft.

Um 1850 kaufte Gustav Steffeck Dorf und Gut. Später ist noch eine Familie Eyssenhardt als Besitzer überliefert. 1905 traten die Wredeschen Erben in den Besitz von Dorf und Gut Klein Kienitz. 1928 wurde der Gutsbezirk Klein Kienitz mit der Gemeinde vereinigt.

1945 wurden Carl Wrede durch die Kommunisten enteignet und vertrieben. Im Zuge der s.g. Bodenreform wurden 333 ha an Neubauern übergeben. Nach der Wende 1990 erwarb Dipl. Ing. Christoph Wrede, ein Nachfahre des letzten Gutsbesitzers Carl Wrede das Gutshaus Klein Kienitz und ehemalige Gutsländereien durch Rückkauf.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Jörg Dorowski

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 52.3072, 13.4821