Privatbesitz
Gutshaus Hasselburg
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Bis 1820 betrieb die Adelsfamilie Schenk von Flechtingen ein Gut in Hasselburg. Danach veräußerte sie es an die Freiherren von Spiegel zum Diesenberg. Diese erbauten 1870 ein Gutshaus, das sie jedoch nicht selbst bewohnten, da die Spiegels seit längerem als Domherren in Halberstadt ansässig waren und zudem ihre Sommerresidenz im nahen Seggerde hatten. Sie nutzten das Hasselburger Gutshaus lediglich zur Jagd, worauf die Bezeichnung "Jagdschloss" zurückgeht. Im übrigen diente es dem Gutsverwalter als Unterkunft. Zwischen 1854 und 1880 waren die Grafen von Alvensleben Gutsherren, danach fiel der Besitz wieder an die Freiherren von Spiegel zurück. Nach dem Tode des Werner Friedrich Julius Stephan von Spiegel überschrieb dessen Ehefrau das Gut 1890 an ihren Schwager Eduard von Davier, dessen Nachkommen bis 1945 Gutsherren auf Hasselburg waren. Besonders unter seinem Sohn Karl von Davier entwickelte sich das Gut um die Jahrhundertwende zu einem musterhaft modernen Landwirtschaftsbetrieb. 1910 hatte der zu dieser Zeit administrativ noch eigenständige Gutsbezirk 64 Einwohner, während die Kommunalgemeinde Hasselburg lediglich 44 Einwohner zählte. 1933 hatte sich die Einwohnerzahl nach Eingemeindung des Gutsbezirkes auf 199 erhöht.
Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges geriet Hasselburg Anfang 1945 in das von der US-Armee eroberte Gebiet, wurde aber am 1. Juli 1945 der russischen Besatzungszone übergeben. Die russischen Besatzungsbehörden ordneten noch im gleichen Jahr eine Bodenreform an, mit der der letzte Gutsherr Volrath von Davier zwangsenteignet und die Ländereien an Neubauern vergeben wurden. Das Gutshaus wurde von der Gemeinde übernommen und in der Folge als Bibliothek, Schwesternstation, Verkaufsstelle, Gaststätte und Wohnhaus genutzt.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 52.3253, 11.2664