Herren- und GutshausKrakow am See-Groß Grabow

Gutshaus Groß Grabow

Gutshaus Groß Grabow

Privatbesitz

Die erste urkundliche Erwähnung Groß Grabows stammt vom 21. September 1419.

Etwa im Zeitraum 1200 bis 1500 entstanden im Dorf Burganlagen in Form zweier Turmhügel. Dies waren auf Anhöhen errichtete Türme, um die sich Gräben befanden und die die Verfügungsgewalt von Lokatoren über das Gebiet sichern sollten. Um die Turmhügel entstanden Siedlungen von deutschen Einwanderern und vermutlich auch slawischen Bevölkerungsgruppen. In einer Vermessungskarte aus dem Jahr 1758 sind noch beide Turmhügel verzeichnet. Erhalten sind nur Reste eines Hügels.

Eigentümer der Burg war die aus Westfalen stammende, niederadlige Ritterfamilie von Cölln. Durch sie wurde 1237 die Burg Cölln (heute: Kölln, Gemeinde Hoppenrade) errichtet. Ab 1280 bis zu Beginn des 16. Jahrhunderts sind die Cöllns als Besitzer der Burg in Groß Grabow nachweisbar. Nahe den Turmhügeln entstand die Gutsanlage. Nach dem Dreißigjährigen Krieg breiteten sich auf großen Teilen des ehemaligen Ackerlandes Wälder aus. Eine großflächige Rodung und Rekultivierung erfolgt erst etwa 100 Jahre nach Ende des Krieges.

Das Gut wurde 1667 von den Levetzow erworben. Es befand sich bis 1778 in ihrem Besitz. Zum Gut Groß Grabow gehörte auch die Meierei in Grube (heute: Charlottenthal). Es wird vermutet, dass unter den Levetzows das Gutshaus in Groß Grabow errichtet wurde. 1842 erwarb Wilhelm Carls das Gut, von 1851 bis 1895 ging es in den Besitz von Friedrich Wilhelm Carls über, danach, von 1896 bis 1917, in den Besitz von Franz Wodarg. Bis zu seiner Zwangsenteigung und Vertreibung durch die Kommunisten 1945 wurde das Gut durch Dr. habil. Otto Hecker bewirtschaftet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Areal zunächst Landesgut und danach Volkseigenes Gut. 1993 folgte die Privatisierung. Das Gutshaus diente in der DDR-Zeit als Wohnhaus. Nach 1990 wurde es saniert und bietet inzwischen psychisch kranken Menschen Unterkunft.

Das Gutshaus stammt vermutlich aus dem Ende des 17. oder Anfang des 18. Jahrhunderts und erfuhr später Um- und Anbauten. Es handelt sich um einen eingeschossigen Putzbau auf einem Feldsteinfundament mit hofseitig zwei Seiten- und einem zweigeschossigen Mittelrisaliten. Letzterer besitzt einen im Renaissancestil gestalteten Giebel. Neben dem Gutshaus sind einige Wirtschaftsgebäude, wie etwa Ställe, die Schmiede und ein Speicher erhalten.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Rainer Gindele

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 53.6981, 12.2742