Privatbesitz
Gut Berger Hochkirchen

Die vierflügelige Hofanlage Gut Berger Hochkirchen stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde von den Herren von Hochkirchen als Wasserburg errichtet. Das heutige Gut besteht aus einem Wohnhaus des 17. bis 18. und Wirtschaftsgebäuden des 18. bis 19. Jahrhunderts. An der Nordseite ist noch ein Teil des ehemals sich ringsum ziehenden Grabens erhalten. Nachdem der landwirtschaftliche Betrieb eingestellt worden war, vervielen die Wirtschaftsgebäude um 1980 zusehends. 1982 stellte der Architekt, Stadtkonservator und Dombaumeister Hugot für den Eschweiler Bergwerks-Verein einen Bauantrag zum Umbau von Scheune und Kuhstall zu Wohnungen für leitende Mitarbeiter. 1984 berichtete die Aachener Presse über die Fertigstellung des Umbauarbeiten.
Die Geschichte des Hauses Berger Hochkirchen stellte Reiners dar:
Nach dem Gute hatte eine Familie ihren Namen. Im J. 1232 schenkte Ritulf von Forst den Hof Hochkirchen an die Abtei Burtscheid, die ihn wieder an die Familie Hochkirchen verkaufte. Diese erwarb später noch die Besitzungen Schurzelt und Sörser-Hochkirchen und nannten zum Unterschiede von letzterem den ersten Hof Berger-Hochkirchen. Im 16. Jh. gehörte dieser Frambach von Bock, Deutschordenskomtur zu Biesen, von dem er durch Erbschaft an Reiner Bock von Lichtenberg und Anna von Hochkirchen überging. Deren Tochter brachte ihn sodann ihrem Gatten Kaspar von Kortenbach zu. Im 17. Jh. ist das Gut im Besitze der Holtrop, im 18. Jh. des Grafen Goltstein, dem ein Herr von Guaita folgte. Im J. 1820 erwarb den Hof Frau Ruland. Jetziger Besitzer ist Herr Joseph Feiter auf Haus Hochkirchen." Der „Herr von Guaita" war laut Königs der Aachener Bürgermeister, er führt dazu aus: „Johanna Maria Kahr, eine Schwester des Erbauers des Herrenhauses am Großen Bau, schenkte ihrem Gatten, dem Bürgermeister und Nadelfabrikanten Kornel Chorus d. J. (1701-1774), drei Töchter. Deren älteste, Maria Anna Katharina, vermählte sich im Jahre 1763 mit dem Nadelfabrikanten Joh. Baptist Franz Xaver von Guaita. Dieser Ehe entspross Kornel Maria Paul von Guaita, der von 1809 bis 1814 als Maire und bis zu seinem Tode im Jahre 1821 als Oberbürgermeister die Geschicke der Stadt Aachen lenkte. Oberbürgermeister von Guaita vereinigte durch Erbschaft einen stattlichen Grundbesitz in seiner Hand.
In einer unvollständigen Aufstellung seiner Liegenschaften aus dem Jahre 1818 werden aufgeführt:
1. Berger Hochkirchen. Gemeinde Laurensberg ... Die beiden Gutshöfe Berger- und Sörser Hochkirchen veräußerte er im Jahre 1820 kurz vor seinem Tode." Veitmann belegte den Besitz des Gutes im 17. Jahrhundert. Er fand in den Akten des Reichskammergerichts 1609 die Klage Johann Gerhard v. Holtrup (Holtorf) gegen Wilhelm Ortmann, später gegen dessen Witwe Maria v. Schalosen (Schuertzlich, Schizzel) wegen der Pacht. Zu den Besitzern auf Berger-Hochkirchen muss nach dem Flurbuch noch um 1775 die Gräfin von Goldstein gehört haben.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.wehrbauten.de/thread.php?threadid=845
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