Kathedrale/DomGoslar

Goslarer Dom

Goslarer Dom

Domvorhalle

Der Goslarer Dom, einst die Stiftskirche St. Simon und Judas, war ein bedeutender Sakralbau der Romanik in Goslar, Niedersachsen. Er war eng mit der Kaiserpfalz verbunden und stellte ein herausragendes Beispiel romanischer Baukunst dar, von dem heute noch die nördliche Domvorhalle erhalten ist.

Geschichte+

Die Errichtung des Doms erfolgte zwischen 1040 und 1050 als dreischiffige, flachgedeckte Basilika. Bereits 1051 wurde der Neubau durch Erzbischof Hermann II. von Köln geweiht und galt als größter romanischer Kirchenbau östlich des Rheins. Der ursprüngliche Bau wurde um 1144 durch einen gewölbten Neubau auf den alten Fundamenten ersetzt, wobei der doppelte Stützenwechsel zu einem einfachen Wechsel von Pfeiler und Säule reduziert wurde. Dieser Neubau machte den Goslarer Dom zum ersten vollständig gewölbten Großbau Deutschlands. Historisch bedeutsam war ein Treffen zwischen Papst Viktor II. und Kaiser Heinrich III. im Jahr 1056. Im Jahr 1063 ereignete sich das „Goslarer Blutpfingsten“, ein bewaffneter Konflikt in der Kirche. Um 1200 wurde die noch bestehende Domvorhalle angebaut und der Haupteingang verlegt. In der Gotik erfolgten weitere Veränderungen am Chor und ein viertes Kirchenschiff wurde hinzugefügt. Die Kirche wurde den Aposteln Simon und Judas geweiht, deren Reliquien von Abt Meginher von Hersfeld gestiftet wurden. Zwischen 1819 und 1822 wurde der Dom abgebrochen.

Lage+

Der Dom befand sich in Goslar, einer Stadt in Niedersachsen, Deutschland. Er war ein integraler Bestandteil des Pfalzbezirks der Kaiserpfalz Goslar und stand in unmittelbarer Nähe zu weiteren Bauwerken des Areals.

Vor Ort+

Heute ist von dem einst imposanten Bauwerk lediglich die nördliche Domvorhalle erhalten. Bedeutende Ausstattungsstücke wie der Krodoaltar befinden sich im Goslarer Museum, während der Goslarer Kaiserstuhl im Pfalzgebäude zu sehen ist, dessen Nachbildung in der Domvorhalle steht.

In der Naehe+
  • Kaiserpfalz Goslar (Residenz, 156 m entfernt)
  • Kloster Riechenberg (Sakralbau, 2963 m entfernt)
  • Adelssitz Cramer von Clausbruch (Herren- und Gutshaus, 3782 m entfernt)
  • Rittergut Astfeld (Herren- und Gutshaus, 5154 m entfernt)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Z thomas / CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 51.9033, 10.4278