Die Ursprünge des Münsters reichen bis in die Karolingerzeit zurück, obwohl genaue Details der ersten Kirche unbekannt sind. Der älteste erhaltene Bauteil ist die Krypta, die zu einem dreischiffigen Kirchenneubau aus dem 11. Jahrhundert gehört. Im 12. Jahrhundert wurde die basilikale Anlage beibehalten, jedoch der Chorraum verändert und ein doppeltürmiger Westbau hinzugefügt. Nach einem verheerenden Brand zwischen 1343 und 1360 erfolgte ein vollständiger Neubau im gotischen Stil, der 1360 geweiht wurde. Weitere Brände im 17. und 18. Jahrhundert führten zu umfassenden barocken Umgestaltungen. Nach einem Brand infolge französischer Truppen wurde das Langhaus zwischen 1698 und 1701 von Michael Widemann wiederaufgebaut, wobei es eingewölbt, achteckige Kapellen angefügt und gotische Fenster barockisiert wurden. Stuckateure aus Wessobrunn und der Maler Francesco Antonio Giorgioli gestalteten den Deckenbereich. Zwischen 1725 und 1727 wurden die Türme erhöht und die Fassade verbreitert. Johann Caspar Bagnato schuf 1740 die monumentale Umrahmung des Hauptportals. Nach einem weiteren Brand 1751 erfolgte eine zweite Barockisierung des Langhauses durch Johann Michael Feuchtmayer den Jüngeren und die Maler Franz Joseph Spiegler und Johann Anton Morath, die 1753 abgeschlossen wurde. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert gab es weitere Fassadenveränderungen, die teilweise wieder rückgängig gemacht wurden. Die letzte Renovierung des Kirchengebäudes fand in den 1980er Jahren statt.
Fridolinsmünster

Das Fridolinsmünster, ein bedeutendes Kulturdenkmal in Deutschland, prägt als Wahrzeichen die Silhouette von Bad Säckingen. Diese historische Kathedrale, die dem Heiligen Fridolin geweiht ist, präsentiert sich heute in einem prächtigen Barockstil, der über Jahrhunderte hinweg geformt wurde und Zeugnis ihrer reichen Vergangenheit ablegt.
Geschichte+
Lage+
Das Fridolinsmünster befindet sich zentral in der Altstadt von Bad Säckingen, einer Stadt in Baden-Württemberg, Deutschland. Es liegt auf der ehemaligen Rheininsel, deren nördlicher Seitenarm im Jahr 1830 zugeschüttet wurde.
Vor Ort+
Heute dient das Fridolinsmünster als Hauptkirche der römisch-katholischen Kirchengemeinde Bad Säckingen-Murg. Die Gebeine des Heiligen Fridolin sind in der öffentlich zugänglichen Fridolinskapelle in einem reich verzierten Silberschrein aufbewahrt. Die Prozession am Sonntag nach dem 6. März zum Gedenktag des Heiligen genießt überregionale Bekanntheit. Die barock überformte Doppelturmfassade mit ihren Zwiebeltürmen prägt das Erscheinungsbild. Zwischen den Türmen ist über dem Eingang der Rest eines romanischen Oratoriums erhalten. Die Figurengruppe über dem Hauptportal zeigt den Heiligen Fridolin, der Urso aus dem Grab holt.
In der Naehe+
- Haus Hallwillerhof (Herren- und Gutshaus, 155 m)
- Schloss Schönau (Schloss, 226 m)
- Burgruine Wieladingen (Burg, 5332 m)
- Schloss Schwörstadt (Schloss, 6289 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: PantaRhei / CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons
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Lage: 47.5528, 7.9494