Zentrum für Kinder- und Familienpastoral
Franziskanerterziarenkloster St. Nikolaus, Jüchen

Das Franziskanerterziarenkloster St. Nikolaus in Jüchen, Nordrhein-Westfalen, ist ein historischer Sakralbau, dessen Ursprünge bis ins Mittelalter reichen. Es liegt im Rhein-Kreis Neuss und ist heute ein geschütztes Baudenkmal, das eine lange und wechselvolle Geschichte hinter sich hat.
Geschichte+
Die erste urkundliche Erwähnung einer Nikolauskapelle an diesem Ort datiert auf das Jahr 1398. Im Jahr 1401 ließ sich der Einsiedler Heinrich von der Blume hier nieder, und 1403 legten er und weitere Personen das Gelübde der Franziskaner-Regulartertiarier ab, was die Gründung des Klosters markierte. Eine neue Kirche wurde 1451 errichtet. Das Kloster diente seit seiner Gründung als Hauskloster und Grablege der Herren von Dyck, später der Grafen von Salm-Reifferscheid. Zwischen 1715 und 1746 erhielt der Bau seine heutige Gestalt. Im Jahr 1802 wurde das Kloster säkularisiert und ging in staatlichen Besitz über. Nach verschiedenen Nutzungen, darunter als Pachtobjekt und Ackerbauschule, erwarb Joseph zu Salm-Reifferscheidt-Dyck das Anwesen im Jahr 1806 zurück. Die Kirche wurde restauriert und 1860 wieder für Gottesdienste geöffnet. Ab 1905 siedelten sich die Oblaten der unbefleckten Jungfrau Maria im Kloster an, die es zu einem Zentrum der katholischen Volksmission machten. Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem es auch als Lazarett diente, wurde 1953 ein Studienheim für Spätberufene eingerichtet, das bis in die 2000er Jahre bestand. Heute betreiben die Oblaten hier ein Zentrum für Kinder- und Familienpastoral.
Lage+
Das Kloster St. Nikolaus befindet sich in der Stadt Jüchen im Rhein-Kreis Neuss, einer Region in Nordrhein-Westfalen, Deutschland.
Vor Ort+
Das Franziskanerterziarenkloster St. Nikolaus ist heute ein Baudenkmal. Die Oblaten der unbefleckten Jungfrau Maria nutzen die Anlage als Zentrum für Kinder- und Familienpastoral. Unter der Klosterkirche befindet sich die Familiengruft der Altgrafen und Fürsten zu Salm-Reifferscheidt-Dyck, die seit 1495 als Bestattungsort dient.
In der Naehe+
- Schloss Dyck (Schloss, 1536 m)
- Burg Fürth (Glehn) (Burg, 2023 m)
- Schloss Glehn (Korschenbroich) (Schloss, 2110 m)
- Schloss Liedberg (Schloss, 2628 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Kateer / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 51.1501, 6.5750