KlosterGeseke

Franziskanerobservantenkloster Geseke

Franziskanerobservantenkloster Geseke

Kapelle der Westfälischen Klinik für geriatrische Psychiatrie Geseke

Das ehemalige Franziskanerobservantenkloster in Geseke, Nordrhein-Westfalen, ist ein bedeutendes Baudenkmal, dessen Ursprünge im 17. Jahrhundert liegen. Es wurde von Franziskanern der Sächsischen Ordensprovinz gegründet und spielte eine wichtige Rolle in der Seelsorge sowie in der Bildung der Region.

Geschichte+

Die Gründung des Klosters geht auf eine Erlaubnis des Kölner Erzbischofs Ferdinand von Bayern vom 10. Dezember 1637 zurück. Die Stadt Geseke knüpfte ihre Zustimmung an die Bedingung, dass die Franziskaner ein neues Gymnasium gründen und leiten sollten. Zunächst richteten die Ordensbrüder Kloster und Kapelle in drei erworbenen Häusern ein. Am 14. Oktober 1651 wurde die Niederlassung zu einem eigenständigen Konvent erhoben. Der Bau einer eigenen Kirche begann 1668, die im Rohbau 1674 fertiggestellt, aber erst 1712 geweiht wurde, nachdem die Innenausstattung bis 1742 dauerte. Der Konvent, der 1736 als „Conventus Gesecanus Patrum Franziscanorum strictioris observantiae“ bezeichnet wurde, zählte bis zu 35 Mitglieder im Jahr 1735. Die Franziskaner, überwiegend aus westfälischen und niederländischen Bürger- und Bauernfamilien stammend, widmeten sich der Seelsorge in zahlreichen umliegenden Pfarreien und der Armenfürsorge. Das „Gymnasium Antonianum“ konnte erst 1687 eröffnet werden, nachdem finanzielle Schwierigkeiten und Streitigkeiten mit dem Magistrat überwunden waren. Trotz einer zwischenzeitlichen Schließung 1704 wurde das Gymnasium 1717 wiedereröffnet. Ein ordenseigenes Philosophiestudium existierte ebenfalls im Konvent. Obwohl das Kloster 1802 nicht aufgehoben wurde, kam es unter hessen-darmstädtischer Herrschaft zu Einschränkungen, die 1834 zur endgültigen Auflösung führten.

Lage+

Das Kloster befindet sich in der Stadt Geseke im Bundesland Nordrhein-Westfalen, Deutschland.

Vor Ort+

Die ehemalige Klosterkirche dient heute als Kapelle der Westfälischen Klinik für geriatrische Psychiatrie Geseke. Die Anlage steht unter Denkmalschutz.

In der Naehe+
  • Ruine Störmede (Ruine, 2984 m)
  • Schloss Eringerfeld (Schloss, 6292 m)
  • Ruine Vernaburg (Verne) (Ruine, 6734 m)
  • Schloss Schwarzenraben (Schloss, 6800 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Ath / CC0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 51.6383, 8.5100