Katholisches Gotteshaus, Kloster (aktiv)
Franziskanerklosterkirche (Würzburg)

Die Franziskanerklosterkirche in Würzburg, ein katholisches Gotteshaus, ist ein bedeutendes Baudenkmal in Bayern. Sie befindet sich zentral in der Würzburger Innenstadt, eingebettet zwischen Franziskanergasse und Franziskanerplatz, und ist Teil des Franziskaner-Minoritenklosters Würzburg.
Geschichte+
Die Niederlassung der Franziskaner in Würzburg, die älteste ihrer Art in Deutschland, datiert auf das Jahr 1221, als der Orden noch zu Lebzeiten seines Gründers Franz von Assisi in die Stadt kam. Ursprünglich außerhalb der Stadtmauern gelegen, erfolgte im Jahr 1249 die Verlegung des Klosters in die Stadt. Im selben Jahr begann der Bau der Kirche, die um 1280 als dreischiffige Basilika mit einem geraden Chorabschluss im Osten fertiggestellt wurde. Der Chor war mit einem Kreuzrippengewölbe versehen, während das Langhaus eine flache Decke besaß. Unter Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn wurden 1614 die flachen Decken entfernt und die Kirchenschiffe eingewölbt. Eine barocke Ausstattung aus dem späten 17. Jahrhundert wurde 1882 wieder entfernt. Bei einem Bombenangriff im März 1945 erlitt die Kirche schwere Zerstörungen. Nach einer provisorischen Überdachung des Chorgewölbes 1946 begann 1947 der Wiederaufbau. Eine Notlösung mit flachen Holzdecken im Langhaus wurde bei den eigentlichen Bauarbeiten ab 1952 beibehalten. Ein Dachstuhlbrand im Mai 1986 führte zur Entscheidung des Ordens, das Langhaus in seinen Zustand vor 1614 zurückzuversetzen, was 1988 abgeschlossen wurde.
Lage+
Die Franziskanerklosterkirche liegt in der Stadt Würzburg im Bundesland Bayern, Deutschland. Sie ist prominent in der Innenstadt positioniert.
Vor Ort+
Die Kirche dient weiterhin als katholisches Gotteshaus des Franziskaner-Minoritenklosters und ist als Baudenkmal geschützt. Sie beherbergt eine Reihe von Kunstwerken, darunter den Sakramentsaltar von Edmund Borst aus dem Jahr 1989 mit einem Tabernakel von Franz Joseph Amberg (1954), eine spätgotische Madonna um 1475 und eine Pietà von 1515 aus der Werkstatt Tilman Riemenschneiders. Zudem birgt sie 18 bedeutende Grabmäler aus dem 14. bis 16. Jahrhundert. Die Orgel von Klais aus dem Jahr 1955 verfügt über 35 Register.
In der Naehe+
- Hof zum Rebstock (Residenz, ca. 81 m entfernt)
- Hof Marmelstein (Residenz, ca. 151 m entfernt)
- Hof Heideck (Residenz, ca. 176 m entfernt)
- Hof zu Ellringen (Residenz, ca. 216 m entfernt)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Str1977 / CC BY 3.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 49.7912, 9.9305