Museum, Pfarrkirche
Franziskanerkloster Zittau

Das Franziskanerkloster in Zittau, gelegen in Ostsachsen, ist ein historischer Gebäudekomplex, der die ehemalige Klosterkirche St. Petri und Pauli, den Heffterbau sowie Reste des Kreuzgangs und angrenzende Räumlichkeiten umfasst. Als bedeutendes Kulturdenkmal Sachsens prägt es das Stadtbild von Zittau und zeugt von einer langen Geschichte.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters erfolgte wahrscheinlich im Jahr 1260 durch die böhmische Adelsfamilie von Leipa, die zuvor die Burg Zittau besaß. In den folgenden Jahrzehnten wurde der Klosterkomplex errichtet, und der Hauptaltar St. Peter und Paul wurde 1293 geweiht. Das Kloster des 1210 gegründeten Franziskanerordens war Teil der Kustodie Goldberg der Sächsischen Franziskanerprovinz und wurde von einem Guardian geleitet. Der Konvent profitierte von finanziellen Zuwendungen und materiellen Gaben der Stadtbürger, die im Gegenzug in der Klosterkirche oder im Klausurtrakt bestattet werden durften. Auseinandersetzungen mit der Stadt führten 1511 zur Akzeptanz eines städtischen Prokurators und 1522 zur Unterstellung unter einen Minister des böhmischen Königs, nachdem reformatorische Bestrebungen in Zittau Fuß fassten. Dies führte zum Weggang einiger Brüder und einem Aufnahmestopp. Im Jahr 1543 wurden die Gebäude dem Rat der Stadt übergeben, die verbliebenen Bewohner durften jedoch weiterhin dort wohnen. Mit dem Tod des letzten Bewohners im Jahr 1554 erlosch das Kloster. Nach einer Phase des Verfalls und der Nutzung als Baumaterial wurde um 1650 ein Flügel, der Heffterbau, wiederhergestellt. Die Kirche wurde 1662 neu geweiht und diente fortan als zweite evangelische Pfarrkirche der Stadt. Ab 1705/06 wurden Teile der ehemaligen Klausurgebäude als Wohnungen für ältere Frauen und später als Armenhaus genutzt, bis 1928. Seit 1934 beherbergt das ehemalige Franziskanerkloster die Städtischen Museen Zittau.
Lage+
Der Klosterkomplex befindet sich im Süden der mittelalterlichen Altstadt von Zittau, direkt an der historischen Stadtmauer. Zittau lag an einem Zweig der Via regia und einer wichtigen Handelsstraße nach Prag und gehörte im Mittelalter meist zum Königreich Böhmen.
Vor Ort+
Die ehemaligen Klostergebäude werden heute von den Städtischen Museen Zittau genutzt. Die ehemalige Klosterkirche St. Petri und Pauli dient der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Zittau als Pfarrkirche. Ihr markanter Turm ist ein wichtiger Orientierungspunkt im Stadtbild.
In der Naehe+
- Schloss Althörnitz (Schloss, 3729 m)
- Ruine Karlsfried (Hartau) (Ruine, 7077 m)
- Wasserschloss Hainewalde (Schloss, 7203 m)
- Schloss Hainewalde (Schloss, 7291 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Conny / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 50.8976, 14.8077