KlosterWipperfürth

Franziskanerkloster Wipperfürth

Franziskanerkloster Wipperfürth

Familienbildungsstätte

Das ehemalige Franziskanerkloster in Wipperfürth, gelegen im Oberbergischen Kreis, Nordrhein-Westfalen, war eine bedeutsame Niederlassung des Franziskanerordens und prägte über Jahrhunderte das religiöse und bildungspolitische Leben der Region.

Geschichte+

Die Gründung des Franziskanerklosters in Wipperfürth erfolgte im Jahr 1639. Ab 1657 begannen die Ordensleute mit dem Bau ihrer Klosteranlage auf dem von der Stadt überlassenen Krakenberg, den sie in Kalvarienberg umbenannten. Zuvor nutzten die Franziskaner der Sächsischen Ordensprovinz ein Haus am Markt und hielten ihre Gottesdienste in der Pfarrkirche St. Nikolaus ab. Der Ostflügel des Klosters wurde fünf Jahre nach Baubeginn fertiggestellt. Zwischen 1670 und 1674 entstand die Klosterkirche St. Antonius. Die Franziskaner betrieben in ihren Räumlichkeiten ein Gymnasium und waren als Seelsorger in der Umgebung aktiv. Im Jahr 1747 erhielten sie die Erlaubnis, den Westflügel bis zur Stadtmauer zu erweitern, wodurch die Anlage um 1747 ihre heutige Gestalt erhielt. Um 1780 lebten dort üblicherweise zwölf Patres und acht Laienbrüder. Ein verheerender Stadtbrand im Jahr 1795 zerstörte die Klosterkirche bis auf das Gewölbe und die übrigen Klostergebäude bis auf die Mauern, doch wurden Kirche und Kloster rasch wiederaufgebaut. Die Auflösung des Klosters erfolgte 1804 im Zuge der Säkularisation durch Kurfürst Maximilian Joseph von Bayern. Bis 1812 fungierte es noch als Zentralkloster, und das Gymnasium wurde in eine Mädchenschule umgewandelt. Drei Franziskaner blieben bis 1818 als Lehrer im Kloster, bevor sie es verließen.

Lage+

Das Kloster befindet sich in Wipperfürth, einer Stadt im Oberbergischen Kreis in Nordrhein-Westfalen, Deutschland.

Vor Ort+

Nach der Säkularisation fielen die Gebäude an den preußischen Staat und wurden 1826 der Stadt Wipperfürth geschenkt. Diese nutzte sie für ein Friedensgerichtsgefängnis, eine Mittelschule und später wieder ein Gymnasium. Die ehemalige Klosterkirche wurde der katholischen Pfarrgemeinde übergeben. Heute beherbergt das Klostergebäude die katholische Familienbildungsstätte Haus der Familie.

In der Naehe+
  • Schloss Hückeswagen (Schloss, 5535 m)
  • Burgruine Neuenberg (Burg, 7382 m)
  • Burgruine Eibach (Burg, 7882 m)
  • Schloss Gimborn (Schloss, 8243 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 51.1156, 7.3969