KlosterWeimar

Franziskanerkloster Weimar

Franziskanerkloster Weimar

Hochschule für Musik

Das Franziskanerkloster in Weimar, eine historische Anlage in der thüringischen Stadt, wurde im 15. Jahrhundert gegründet und erlebte eine relativ kurze Blütezeit, bevor es im Zuge der Reformation geschlossen wurde. Die erhaltenen Gebäudeteile zeugen noch heute von seiner einstigen Bedeutung.

Geschichte+

Die Stiftung des Franziskanerklosters in Weimar erfolgte im Jahr 1453 durch Herzog Wilhelm III., den Tapferen, inspiriert durch den Franziskaner Johannes Capistranus. Nach vierjähriger Bauzeit bezog 1457 ein Konvent der Sächsischen Franziskanerprovinz die neuen Räumlichkeiten. Herzog Wilhelm III. fand 1482 seine letzte Ruhestätte in der Gruft unter der Klosterkirche. Es wird berichtet, dass der Herzog in seinen letzten Lebensjahren selbst die Mönchskutte trug. Der Reformator Martin Luther weilte mehrfach in diesem Kloster, woran eine Gedenktafel erinnert, die seine Aufenthalte zwischen 1518 und 1540 dokumentiert. Im Jahr 1533 wurde das Kloster infolge der Reformation geschlossen. Ab 1548 dienten die Klosterkirche und das Dormitorium der Mönche als Kornspeicher. Heute ist noch der Bereich der Klosterkirche erhalten, während das ehemalige Zeughaus, das 1753 auf dem Dormitoriumsflügel errichtet wurde, nur noch in Resten existiert.

Lage+

Das Franziskanerkloster befindet sich in der Stadt Weimar in Thüringen, Deutschland.

Vor Ort+

Der erhaltene Teil der Klosterkirche wird heute von der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar genutzt, die 1872 als Orchesterschule gegründet wurde. Das ehemalige Franziskanerkloster ist sowohl auf der Liste der Kulturdenkmale in Weimar als auch auf der Liste der Unesco-Denkmale in Weimar aufgeführt.

In der Naehe+
  • Wittumspalais (Residenz, 50 m)
  • Freihaus Schwarzburger Hof (Herren- und Gutshaus, 152 m)
  • Palais Schardt (Residenz, 154 m)
  • Rotes Schloss (Schloss, 238 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: © R.Möhler / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 50.9800, 11.3271