KlosterEisenach

Franziskanerkloster St. Elisabeth

Franziskanerkloster St. Elisabeth

Gedenkstätte, Wallfahrtsort

Das Franziskanerkloster St. Elisabeth in Eisenach, Thüringen, war ein bedeutender Sakralbau, dessen Geschichte eng mit der heiligen Elisabeth von Thüringen verbunden ist. Es diente als spirituelles Zentrum und Gedenkstätte und liegt in unmittelbarer Nähe zur Wartburg.

Geschichte+

Die Ursprünge des Ortes reichen bis etwa 1225 zurück, als unterhalb der Wartburg ein kleines Hospital entstand. Dieses wurde von Landgräfin Elisabeth gestiftet und diente der Pflege Kranker und Bedürftiger. Vermutlich bestand es aus Holzbauten und einer kleinen Kapelle. Während des thüringisch-hessischen Erbfolgekrieges wurde das Hospital, das sich zwischen den Fronten befand, wahrscheinlich zerstört oder aufgegeben. Rund ein Jahrhundert nach Elisabeths Tod im Jahr 1231 errichteten Franziskanerbrüder an dieser Stelle eine Klosteranlage. Diese wurde aufwendig auf zwei Hangterrassen angelegt und umfasste eine Klosterkirche, Zellen für die Mönche, Lager- und Wirtschaftsgebäude, allesamt von einer schützenden Mauer umgeben. Eine erhaltene Klosterchronik aus der Mitte des 15. Jahrhunderts gibt Einblicke in das damalige Klosterleben. Mit der Reformation verließen die Franziskaner 1525 das Kloster, das danach als Steinbruch genutzt wurde. Erst im 19. und 20. Jahrhundert führten archäologische Grabungen zur Freilegung von Grundmauern und zur Erforschung der Baugeschichte.

Lage+

Das Kloster befand sich in Eisenach, einer Stadt in Thüringen, Deutschland. Es lag am Fußweg zur Wartburg, nur wenige hundert Meter vor dem Burgtor, direkt über der Zufahrtsstraße. Der Elisabethbrunnen, eine in den Fels gehauene Trinkwasserquelle, war Teil des Klostergeländes.

Vor Ort+

Heute erinnert der Elisabethplan als inoffizieller Wallfahrtsort an das ehemalige Kloster und dient als Gedenkstätte für die heilige Elisabeth. Teile der freigelegten Grundmauern sind sichtbar gemacht, um die ursprüngliche Anlage zu veranschaulichen. Eine Elisabeth-Plastik und ein Holzkreuz markieren den Ort.

In der Naehe+
  • Wartburg (Burg, 197 m)
  • Burgruine Metilstein (Ruine, 350 m)
  • Hellgrevenhof (Burg, 1030 m)
  • Alte Residenz Eisenach (Schloss, 1072 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Metilsteiner / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 50.9676, 10.3085