KlosterRheda-Wiedenbrück

Franziskanerkloster Rheda-Wiedenbrück

Franziskanerkloster Rheda-Wiedenbrück

Das Franziskanerkloster Rheda-Wiedenbrück, gelegen in Gütersloh, Nordrhein-Westfalen, war über Jahrhunderte ein bedeutendes religiöses Zentrum. Es ist bekannt für seine historische Verbindung zur Marienkirche durch einen begehbaren Klosterbogen und seine Rolle in der Seelsorge und Bildung.

Geschichte+

Die Geschichte des Klosters ist eng mit der Marienkirche verbunden, deren heutiger Bau im Jahr 1470 geweiht wurde. Im Jahr 1644 erwarb Fürstbischof Franz Wilhelm Graf von Wartenberg ein Wohnhaus gegenüber der Kirche und gründete dort das Franziskanerkloster. Bereits ein Jahr später entstand ein Verbindungsbogen zur Kirche. Papst Innozenz X. bestätigte die Klostergründung 1645, und 1647 wurde die Niederlassung zum Konvent der Sächsischen Franziskanerprovinz erhoben. Nach der Eroberung Wiedenbrücks durch die Schweden im Dreißigjährigen Krieg übernahmen die Franziskaner ab 1650 die Betreuung des Gnadenbildes der schmerzhaften Mutter in der Marienkirche, die Wallfahrerseelsorge sowie Predigt- und Beichtseelsorge in der Stadt und Umgebung. Auch die Kinder der Garnisonssoldaten wurden unterrichtet, und das Kloster diente als Studienhaus für philosophische Studien des Ordensnachwuchses. Im Jahr 1663 begründeten die Franziskaner die bis heute bestehende Tradition der Wiedenbrücker Kreuztracht. Ein Klosterneubau begann 1667, wurde jedoch durch einen Stadtbrand 1685 verzögert. Von 1700 bis 1785 übernahmen die Franziskaner die Seelsorge für katholische Soldaten im reformierten Rheda und wurden ab 1785 offizielle Seelsorger der gesamten Pfarrei Rheda. Die Marienkirche erfuhr im 18. Jahrhundert Erweiterungen, darunter 1715 der Chorraum, 1730 eine Sakristei und eine Beichtkapelle, sowie 1781 der Umbau des Kirchturms. Trotz des Reichsdeputationshauptschlusses von 1803, der viele Klöster auflöste, konnte der Wiedenbrücker Konvent bestehen bleiben. König Friedrich Wilhelm III. von Preußen erlaubte 1826 den Fortbestand mehrerer Klöster der Saxonia. Nach einer Unterbrechung durch den Preußischen Kulturkampf von 1875 bis 1887 kehrten die Franziskaner zurück und übernahmen die Schriftleitung des „Antoniusboten“ sowie die Zentrale des Franziskaner-Missionsvereines. Das Kloster bestand bis 2020.

Lage+

Das Franziskanerkloster befindet sich im Stadtteil Wiedenbrück der Stadt Rheda-Wiedenbrück im Kreis Gütersloh, Nordrhein-Westfalen.

Vor Ort+

Die Klosteranlage gehört heute der Gemeinnützigen Genossenschaft Kloster Wiedenbrück eG.

In der Naehe+
  • Schloss Rheda (Schloss, 2040 m)
  • Herrenhaus Neuhaus (Wiedenbrück-St.Viet) (Herren- und Gutshaus, 2729 m)
  • Herrenhaus Aussel (Batenhorst) (Herren- und Gutshaus, 3413 m)
  • Schloss Bosfeld (Schloss, 4948 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Joachim K. Löckener / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 51.8358, 8.3139