Kulturdenkmal
Franziskanerkloster Prenzlau

Das Franziskanerkloster in Prenzlau, ein ehemaliges Kloster der Franziskaner, stellt ein bedeutendes Kulturdenkmal in der Uckermark dar. Von der ursprünglichen Anlage ist heute primär die ehemalige Klosterkirche erhalten, die ein Zeugnis mittelalterlicher Sakralarchitektur und der Geschichte des Bettelordens in Brandenburg ist.
Geschichte+
Die Franziskaner, auch als Minderbrüder bekannt, etablierten sich um die Mitte des 13. Jahrhunderts in Prenzlau, kurz nachdem die Stadt 1234 ihre Stadtrechte erhalten hatte. Die Klosterkirche, die dem Heiligen Johannes dem Täufer geweiht war, wurde spätestens 1253 fertiggestellt und diente in diesem Jahr als Grabstätte für Bischof Wilhelm von Cammin. Typisch für einen Bettelorden, war die Kirche schlicht gestaltet und besaß keinen Turm. Im späten 14. Jahrhundert wurde das Innere durch den Einbau eines Gewölbes aufgewertet. Die Konventsgebäude befanden sich nördlich der Kirche, angrenzend an die Stadtmauer. Das Kloster, aufgrund der Farbe der Mönchskutten auch „Graues Kloster“ genannt, gehörte zur Kustodie Stettin der Sächsischen Franziskanerprovinz und war dem Bistum Cammin zugeordnet. Im 15. Jahrhundert entwickelte es sich zu einem bedeutenden Studienkloster mit einer umfangreichen Bibliothek, die einen Schwerpunkt auf philosophische Werke legte. Während der Reformation wurde das Kloster 1543 aufgehoben. Die Kirche wurde 1598 von Bernd von Arnim für den lutherischen Gottesdienst umgebaut und als Dreifaltigkeitskirche neu geweiht. Die Konventsgebäude wurden 1735 abgerissen.
Lage+
Das Franziskanerkloster befindet sich in Prenzlau, einer Stadt in der Region Uckermark im Bundesland Brandenburg, Deutschland.
Vor Ort+
Heute ist von der einstigen Klosteranlage hauptsächlich die ehemalige Klosterkirche erhalten, die als Kulturdenkmal geschützt ist. Die Kirche ist ein fünfjochiger Feldsteinsaal mit Kreuzgewölben und einem kleinen Glockenturm über dem Ostgiebel. Lanzettfenster in Dreiergruppen erhellen das Innere. Spuren der ehemaligen Sakristei sind im Ostjoch erkennbar. Die Konventsgebäude wurden im 18. Jahrhundert abgetragen, ihre Spuren sind lediglich an der Nordwand der Kirche zu erkennen.
In der Naehe+
- Stadtbefestigung Prenzlau (Stadtbefestigung, 262 m)
- Gutshaus Louisenthal (Nordwestuckermark) (Herren- und Gutshaus, 6938 m)
- Gutshaus Bietikow (Herren- und Gutshaus, 7501 m)
- Gutshaus Schenkenberg (Herren- und Gutshaus, 8133 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Michael Sander / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 53.3147, 13.8555