KlosterNürnberg
Franziskanerkloster Nürnberg

Das ehemalige Franziskanerkloster in Nürnberg war ein bedeutendes religiöses Zentrum in Bayern. Es zeichnete sich durch seine lange Geschichte, die Förderung durch Patrizierfamilien und seine Rolle als Begräbnisstätte aus. Heute sind nur noch wenige Überreste des ursprünglichen Baus erhalten, die in ein modernes Bankgebäude integriert sind.
Geschichte+
Das Kloster des 1210 in Italien gegründeten Franziskanerordens wurde 1224 von den Nürnberger Burggrafen und dem Patrizier Konrad Waldstromer nahe der Lorenzkirche gegründet. Die Besiedlung erfolgte vom Franziskanerkloster Bamberg aus. Im Jahr 1256 begann der Bau der Kirche, der durch Ablasszahlungen des Eichstätter Bischofs Hildebrand von Möhren gefördert wurde. Zahlreiche Nürnberger Patrizierfamilien, darunter die Groß, Ebner und Pfinzing, unterstützten den Orden, und über 350 Patrizier fanden zwischen 1228 und 1501 ihre letzte Ruhestätte in der Klosterkirche. 1447 übernahmen Observanten, hauptsächlich aus Heidelberg, das Kloster mit Unterstützung des Patriziats. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erlebte der Konvent eine Blütezeit des religiösen und wissenschaftlichen Lebens, mit Persönlichkeiten wie Nikolaus Glasberger, der eine Chronik des Franziskanerordens verfasste, und Stephan Fridolin, Autor des „Schatzbehalter“. Nach dem Nürnberger Religionsgespräch 1525 weigerten sich die Franziskaner, der Reformation beizutreten. Dies führte zum Verbot von Predigt und Seelsorge. Die Kirche wurde 1529 geschlossen und jeglicher Gottesdienst 1541 untersagt. Mit dem Tod des letzten Franziskaners im Jahr 1562 ging das Kloster in den Besitz der Stadt über. Ab 1557 dienten die Gebäude als Findelhaus und ab 1671 als Frauenzuchthaus. Ein Brand im selben Jahr zerstörte die Kirche und Teile des Klosters, der Wiederaufbau erfolgte barock zwischen 1682 und 1689. Im Jahr 1913 wurde das ehemalige Kloster abgerissen; lediglich ein Rest des Chorbaus und ein Joch der Franziskanerkirche blieben erhalten und sind heute in ein Bankgebäude integriert.
Lage+
Das Franziskanerkloster befand sich in der Stadt Nürnberg, im Bundesland Bayern, Deutschland.
Vor Ort+
Heute sind nur noch wenige bauliche Reste des Franziskanerklosters sichtbar. Ein Teil des Chorbaus und ein Joch der ehemaligen Franziskanerkirche sind in das heutige Bankgebäude integriert.
In der Naehe+
- Nassauer Haus (Burg, 108 m)
- Hallersches Haus (Herren- und Gutshaus, 425 m)
- Krafftsches Haus (Residenz, 444 m)
- Schürstabhaus (Residenz, 468 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Chris06 / CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 49.4519, 11.0786