Museum
Franziskanerkloster Landshut

Das ehemalige Franziskanerkloster in Landshut, Bayern, ist ein historischer Sakralbau, der heute als Baudenkmal geschützt ist. Seine Geschichte reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück und zeugt von einer wechselvollen Entwicklung innerhalb des Franziskanerordens.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters erfolgte im Jahr 1280 durch Herzog Heinrich XIII. von Niederbayern. Es war ursprünglich Teil der Straßburger Ordensprovinz. Nach einer Stadterweiterung im Jahr 1338 befand sich das Kloster innerhalb der Stadtmauern, deren Reste noch heute südlich und östlich der Anlage sichtbar sind. Im Laufe der Zeit erlangte das Kloster durch Unterstützung des Adels und des Bürgertums Wohlstand, was jedoch dem franziskanischen Ideal der Armut widersprach. Dies führte 1466 zur Einführung der strengen Observanz. Eine weitere Reform erfolgte 1620, als Herzog Maximilian das Kloster in eines der ersten Reformaten-Klöster Bayerns umwandelte und es die italienische Reform des Ordens übernahm. Im Zuge der Säkularisation in Bayern wurde das Kloster 1802 aufgelöst. Die Klosterkirche, eine frühgotische Basilika, wurde 1808 abgerissen. Die Konventgebäude dienten zunächst als Fechtschule und wurden später verkauft. Seit 1835 waren die Franziskaner jedoch an einem anderen Standort in Landshut wieder präsent.
Lage+
Das Franziskanerkloster befindet sich in der Stadt Landshut in Niederbayern, Deutschland.
Vor Ort+
Teile der ehemaligen Klosteranlage sind heute erhalten, darunter der äußere Kreuzgang mit spätgotischem Gewölbe aus dem 14. und 15. Jahrhundert sowie die Plankkapelle von 1495. Seit 2016 beherbergen die Gebäude das LANDSHUTmuseum, das sich der Stadtgeschichte widmet. Zudem finden wechselnde Ausstellungen statt, wie die aktuelle Schau „Landshut im Nationalsozialismus. Opfer. Täter. Zuschauer.“.
In der Naehe+
- Burg Trausnitz (Burg, ca. 323 m entfernt)
- Dominikanerkloster (Sakralbau, ca. 373 m entfernt)
- Residenz Landshut (Residenz, ca. 387 m entfernt)
- Palais Etzdorf (Residenz, ca. 431 m entfernt)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Gliwi / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 48.5341, 12.1551