Priestergemeinschaft, Seelsorge
Franziskanerkloster Hardenberg-Neviges

Das ehemalige Franziskanerkloster Hardenberg-Neviges, gelegen in Mettmann, Nordrhein-Westfalen, war über Jahrhunderte ein bedeutendes Zentrum der Seelsorge und der Marienwallfahrt. Es zeichnet sich durch seine lange Geschichte und die enge Verbindung zur lokalen Gemeinde aus.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters erfolgte im Jahr 1675 durch Anna von Bernsau, die Witwe des 1655 verstorbenen Johann Sigismund von Bernsau. Sie berief die Franziskaner der Sächsischen Franziskanerprovinz Saxonia nach Neviges, wo sie 1676 ihre Tätigkeit aufnahmen. Der eigentliche Klosterbau erstreckte sich von 1680 bis 1697. Ab 1729 diente das Kloster in Neviges als Noviziatkloster der Ordensprovinz Saxonia, neben dem Franziskanerkloster Hamm. Trotz der formellen Aufhebung im Zuge der Säkularisation durch Kurfürst Maximilian Joseph von Pfalz-Bayern im Jahr 1804, konnte das Kloster faktisch weiterbestehen, da die Franziskaner die Pfarrseelsorge übernahmen und in den Konventsgebäuden verblieben. Der preußische Staat zeigte Interesse an stabilen Seelsorgestrukturen. Im Jahr 1812 wurde es zum Zentral- oder Aussterbekloster, in dem Brüder aufgelöster Klöster bis zu ihrem Tod wohnen durften. Auch nach dem Tod des Guardians Bernhard Aulinck im Jahr 1820 konnte ein Nachfolger als Pfarrer und Superior bestimmt werden. König Friedrich Wilhelm III. von Preußen gestattete 1826 den Fortbestand einiger Klöster, und obwohl Neviges nicht explizit genannt wurde, konnte es weiterbestehen, solange Franziskaner dort tätig waren. Die Franziskaner betreuten die Marienwallfahrt Neviges, errichteten die Kirche St. Mariä Empfängnis und ein Konventsgebäude. Zwischen 1965 und 1968 wurde die Wallfahrtskirche Maria, Königin des Friedens, durch das Erzbistum Köln erbaut. Im Jahr 2020 wurde das Kloster aufgrund von Nachwuchsmangel aufgelöst. Die seelsorgliche Betreuung wird seitdem von drei Priestern der Priestergemeinschaft Sankt Martin fortgeführt.
Lage+
Das Franziskanerkloster Hardenberg-Neviges befindet sich in der Stadt Mettmann in Nordrhein-Westfalen, Deutschland.
Vor Ort+
Die ehemaligen Klostergebäude und die Kirchen werden heute von der Priestergemeinschaft Sankt Martin genutzt, die die seelsorglichen Aufgaben fortführt.
In der Naehe+
- Schloss Hardenberg (Schloss, 536 m)
- Burgruine Hardenberg (Burg, 627 m)
- Schlossrest Aprath (Schloss, 4650 m)
- Haus Düssel (Burg, 6035 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Saintambroise / CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 51.3128, 7.0875