katholische Kirche
Franziskanerkloster Hachenburg

Das Franziskanerkloster Hachenburg, ein ehemaliges Kloster im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz, ist ein bedeutendes Kulturdenkmal Deutschlands. Die Anlage, die auf etwa 377 Metern über dem Meeresspiegel liegt, zeugt von einer langen Geschichte religiöser Präsenz in der Region.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters geht auf das Jahr 1638 zurück, als Franziskaner in Hachenburg eine Gemeinschaft bildeten. Der Bischof von Osnabrück, der zu dieser Zeit die Herrschaft über die Grafschaft Sayn-Hachenburg innehatte, förderte die Wiederherstellung des katholischen Glaubens in der Region und unterstützte die Ansiedlung des Ordens. Anfänglich nutzten die Brüder die St.-Katharinen-Kirche, bevor sie unter Graf Salentin Ernst von Manderscheid-Blankenheim (1652–1705) ein eigenes Gotteshaus erhielten. Im Jahr 1661 erfolgte eine Schenkung von zwei Häusern und einem Garten am Markt, und bereits 1664 war die erste Klosterkirche fertiggestellt. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten und eines zeitweiligen Verlusts der Gunst des Grafen Georg Friedrich (1715–1749) konnte ein Neubau der Kirche realisiert werden. Die Grundsteinlegung für die heutige Franziskanerkirche unter dem Patrozinium der Heiligen Jungfrau Maria erfolgte 1734, die Weihe im Jahr 1739. Das Kloster wurde schließlich am 18. März 1813 während der Franzosenzeit durch die nassauische Regierung säkularisiert. Im Jahr 1906 begann der Abbruch der Konventgebäude, während die Kirche erweitert und 1908 um einen barockisierenden Turm ergänzt wurde.
Lage+
Das ehemalige Franziskanerkloster befindet sich in Hachenburg, einer Stadt im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz, Deutschland. Die Lage auf rund 377 Metern über dem Meeresspiegel bietet eine malerische Einbettung in die Mittelgebirgslandschaft des Westerwaldes.
Vor Ort+
Die ehemalige Klosterkirche wird heute als katholische Kirche Maria Himmelfahrt genutzt. Die ursprünglichen Konventgebäude wurden Anfang des 20. Jahrhunderts abgerissen und die Kirche erweitert, wobei ein barockisierender Turm hinzugefügt wurde. Die Anlage ist als Kulturdenkmal geschützt.
In der Naehe+
- Schloss Hachenburg (Schloss, 119 m)
- Zisterzienserkloster Marienstatt (Kloster, 3036 m)
- Burgruine Steinebach (Burg, 5623 m)
- Schloss Seeburg (Dreifelden) (Schloss, 7945 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Martin Kraft / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 50.6612, 7.8241