KlosterBautzen

Franziskanerkloster Bautzen

Franziskanerkloster Bautzen

Ruine, frei zugänglich

Das Franziskanerkloster Bautzen, gegründet um 1240, war ein bedeutender Konvent des Franziskanerordens in der Oberlausitz. Obwohl heute nur noch die Ruine der Klosterkirche, bekannt als Mönchskirche, und ein Teil einer Refektoriumswand erhalten sind, zeugen die Überreste von der einstigen Größe und Wichtigkeit dieser Anlage.

Geschichte+

Die früheste Erwähnung des Klosters findet sich in einer päpstlichen Bulle von 1248, die Ablässe für den Bau der Kirche und weiterer Gebäude gewährte. Die Gründung um 1240 erfolgte in einer Zeit rascher Ausbreitung des Franziskanerordens in Europa. Zunächst gehörte der Bautzener Konvent zur Böhmischen Ordensprovinz und war sogar Hauptkloster einer eigenen Kustodie. Aufgrund nationaler Spannungen wurde das Kloster jedoch ab 1274 dauerhaft der Sächsischen Franziskanerprovinz zugeordnet. Bis zu seiner Auflösung im Jahr 1562 tagte das Provinzkapitel der sächsischen Franziskaner etwa zehnmal in Bautzen.

Lage+

Die Klosteranlage befand sich in Bautzen, einer Stadt in Sachsen, Deutschland. Das Areal erstreckte sich zwischen der Großen Brüdergasse im Norden und der Heringstraße (ehemals Judengasse) im Süden, begrenzt von der Hohengasse und der Mönchsgasse. Es lag strategisch günstig in unmittelbarer Nähe zu den weltlichen und kirchlichen Machtzentren der Oberlausitz, wie der Ortenburg und dem Domstift Bautzen.

Vor Ort+

Heute sind von der einst weitläufigen Klosteranlage lediglich die Ruine der Klosterkirche, bekannt als Mönchskirche, und eine Wand des Refektoriums erhalten geblieben. Archäologische Untersuchungen seit dem frühen 20. Jahrhundert haben geholfen, die Struktur des Klosters mit seinem Kreuzgang, dem Kapitelsaal und weiteren Gebäuden zu rekonstruieren.

In der Naehe+
  • Gersdorfsches Palais (Residenz, 61 m)
  • Dom St. Petri (Sakralbau, 126 m)
  • Ortenburg (Burg, 149 m)
  • Rittergut Rattwitz (Herren- und Gutshaus, 2155 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: LutzBruno / CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 51.1822, 14.4219