KlosterWürzburg

Franziskanerkloster

Franziskanerkloster

Klosterbetrieb

Das Franziskanerkloster in Würzburg, ein bedeutendes religiöses Zentrum in Bayern, ist ein historisches Minoritenkloster, das bis heute besteht und eine lange Tradition pflegt.

Geschichte+

Die Gründung des der Kreuzauffindung geweihten Klosters erfolgte im Jahr 1221 durch Cäsar von Speyer, unterstützt von Fürstbischof Otto I. von Lobdeburg. Es zählte zu den ersten Niederlassungen des Franziskanerordens nördlich der Alpen. Ursprünglich gehörte es zur Provinz Teutonia, später zur Rheinischen Provinz und ab 1239 zur Oberdeutschen (Straßburger) Franziskanerprovinz Argentina. Seit seiner Gründung sind die Franziskaner ununterbrochen in Würzburg präsent. Eine zugehörige Kirche wurde 1280 fertiggestellt. Im 14. Jahrhundert engagierten sich die Ordensmitglieder unter anderem in der Seelsorge für die Nonnen des Klosters St. Ulrich. Zwischen 1611 und 1616 ließ Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn die Klosterkirche im Stil der Renaissance umgestalten. Das Renaissance-Portal von 1613, mit einem Relief der Stigmatisation des Franz von Assisi, stammt vom Bildhauer Michael Kern. Seit der Ordensspaltung von 1517 gehört der Würzburger Konvent zu den Konventualen, den heutigen Minoriten. Obwohl die Novizenaufnahme während der Säkularisation 1803 untersagt wurde, blieb das Kloster bestehen. 1839 wurde die Novizenaufnahme wieder erlaubt, und ab 1841 wurde das Kloster mit Ordenspriestern aus Italien, Südtirol und später auch wieder mit einheimischen Kräften belebt. Das Refektorium des Klosters war im November 1848 der Tagungsort der ersten Deutschen Bischofskonferenz. Ab 1857 diente das Kloster als Sitz des Provinzialats der deutschen Minoriten-Provinz. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Kloster samt Kirche am 3. März 1945 durch eine Fliegerbombe zerstört, jedoch in bescheidener Weise wieder aufgebaut. Nach einem Brand im Jahr 1986 wurde die Klosterkirche im Stil des 13. Jahrhunderts neu errichtet.

Lage+

Das Kloster befindet sich in der Stadt Würzburg in Bayern, Deutschland, auf einer Höhe von etwa 181 Metern über dem Meeresspiegel.

Vor Ort+

Das Kloster ist weiterhin aktiv und beherbergt regelmäßige Treffen des dritten Zweiges der franziskanischen Familie, des Ordo Franciscanus Saecularis (OFS). In der Klosterkirche befindet sich eine Pietà aus der Werkstatt Tilman Riemenschneiders, entstanden um 1510. Zahlreiche bedeutende Grabdenkmäler, darunter Werke aus der Werkstatt Riemenschneiders und das Gesicht des Michael Truchsess von Wetzhausen vom Meister selbst, zeugen von der Nutzung der Kirche als letzte Ruhestätte für Würzburger Persönlichkeiten. Das Grabmal für Hans von Grumbach-Estenfeld wird Riemenschneiders Sohn Jörg zugeschrieben.

In der Naehe+
  • Ursulinenkloster (Kloster, 75 m)
  • Hof zum Rebstock (Residenz, 75 m)

Nimm Mobile Geschichte mit auf die Reise

Diesen Text liest du gerade kostenlos. Mit Premium kommt dazu, was unterwegs zählt: Beschreibungen vorlesen lassen, Objekte durch die Kamera finden, Regionen offline mitnehmen.

  • Alle Beschreibungstexte, auch die der ~17.700 Premium-Objekte
  • Audio-Guide: Beschreibungen unterwegs vorlesen lassen
  • AR-Sucher: Objekte durch die Kamera sehen, mit Entfernung und Richtung
  • Unbegrenzte Merkliste

14 Tage kostenlos testen, danach ab 2,99 € im Monat. Jederzeit kündbar.

Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Franziskaner-W%C3%BC_%28Chor%29.JPG

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 49.7911, 9.9309