Gymnasium, Schulaula
Franziskanerinnenkloster Heiligkreuz, Landshut

Das Franziskanerinnenkloster Heiligkreuz in Landshut, Bayern, ist ein historisches Baudenkmal, dessen Ursprünge bis ins späte 15. Jahrhundert zurückreichen. Es repräsentiert eine bedeutende Epoche der klösterlichen Kultur in Niederbayern und zeichnet sich durch seine barocke Architektur und reiche Innenausstattung aus.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters erfolgte um das Jahr 1480 durch Herzog Ludwig den Reichen. Die ursprünglichen Gebäude wichen zwischen 1698 und 1701 einem Neubau im Barockstil, der unter der Leitung des Franziskaner-Laienbruders Philipp Plank entstand. Im Zuge der Säkularisation in Bayern wurde das Kloster im Jahr 1802 aufgelöst. Anschließend beherbergten die Räumlichkeiten das Priesterseminar „Georgianum“ der Universität Landshut, bis die Universität 1826 nach München verlegt wurde. Seit 1839 dient der ehemalige Klosterkomplex als Standort für das Hans-Carossa-Gymnasium. Die einstige Klosterkirche, die 1807 profaniert und für Unterrichtszwecke umgebaut worden war, erhielt 1957 ihren ursprünglichen Zustand zurück, wobei auch die Asamfresken wieder freigelegt wurden.
Lage+
Das Kloster Heiligkreuz befindet sich in der Stadt Landshut, einer bedeutenden Stadt in Niederbayern, Deutschland. Es ist in den Stadtteil Freyung eingebettet.
Vor Ort+
Die ehemaligen Klostergebäude sind heute Teil des Hans-Carossa-Gymnasiums. Die frühere Klosterkirche wird als Schulaula genutzt. Sie ist ein einschiffiger Saalbau mit Stichkappentonne und einem eingezogenen Chor. Die Ausstattung umfasst Wessobrunner Stuck von Johann Schmuzer und Francesco Mazzari sowie sechs Deckenfresken von Hans Georg Asam, die das Heilig-Kreuz-Patrozinium thematisieren. Ein erhaltenes Altarblatt von Andreas Wolff zeigt die Kreuzigung Christi.
In der Naehe+
- Dominikanerkloster (Sakralbau, 215 m)
- Kloster Maria Loreto (Sakralbau, 268 m)
- Residenz Landshut (Residenz, 568 m)
- Burg Trausnitz (Burg, 656 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Gliwi / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 48.5361, 12.1585