Die Ursprünge des Klosters reichen ins Jahr 1898 zurück, als Pfarrer Konrad Kirchner die „Bischöfliche Kommunikantenanstalt“ ins Leben rief. Dank einer großzügigen Stiftung von Agnes Philippine Walter konnte 1902 das St.-Canisiushaus in Schwäbisch Gmünd eröffnet werden, um katholischen Kindern aus der Diaspora Religionsunterricht zu ermöglichen. Um Agnes Walter bildete sich bald eine Gemeinschaft von Tertiarinnen, die sich der ewigen Anbetung widmete und Paramente für Diasporakirchen herstellte. Im Jahr 1903 wurde diese Bruderschaft der Ewigen Anbetung der gleichnamigen römischen Bruderschaft angegliedert. Bischöflich wurde die Bruderschaft 1921 zu einer Kongregation des Dritten Ordens des Heiligen Franziskus erhoben, und die Schwestern begannen, Ordenskleider zu tragen. Die kanonische Anerkennung und die Aggregation an den Franziskanerorden erfolgte 1931. Die ursprüngliche Kommunikantenanstalt entwickelte sich zu einem Kinderheim mit Volksschule, und die Gemeinschaft gründete mehrere Filialen. Während der nationalsozialistischen Zeit wurde das St.-Canisiushaus geschlossen, doch nach dem Krieg kehrten die Schwestern zurück und bauten es zu einer modernen Jugendhilfeeinrichtung aus. Seit 1990 werden die Einrichtungen schrittweise in andere Trägerschaften überführt, um ihre Zukunft zu sichern. Im Jahr 2000 wurden eine neue Klosterkirche und ein neues Klostergebäude, entworfen von Gisberth M. Hülsmann, geweiht, um der Gemeinschaft eine neue Stätte der Stille und Begegnung zu bieten.
Franziskanerinnen der ewigen Anbetung

Das Kloster der Franziskanerinnen der ewigen Anbetung in Schwäbisch Gmünd ist ein bedeutendes religiöses Zentrum in Baden-Württemberg. Es zeichnet sich durch seine tiefe spirituelle Ausrichtung und die lange Tradition der karitativen Arbeit aus, die bis heute fortgeführt wird.
Geschichte+
Lage+
Das Kloster befindet sich in der Ostalb-Region in Baden-Württemberg, Deutschland, auf einer Höhe von etwa 335 Metern über dem Meeresspiegel.
Vor Ort+
Die Hauptaufgabe der Schwestern ist die ewige Anbetung. Darüber hinaus fertigen sie Kirchenwäsche und Paramente an, engagieren sich in Kindergärten, Heimen und Volksschulen und betreiben Alters- und Pflegeheime. Auch in der ambulanten Krankenpflege sind die Schwestern aktiv. Innerhalb der Diözese Rottenburg-Stuttgart unterhalten sie mehrere Niederlassungen.
In der Naehe+
- Kloster Prediger (Sakralbau, 789 m)
- Rokokoschlößchen Gmünd (Schloss, 965 m)
- Kloster Gotteszell (Sakralbau, 1597 m)
- Römerbad Kastell Schirenhof (Antike Bauten, 1877 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Gmünder at German Wikipedia / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
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Lage: 48.7929, 9.7985