Die Ursprünge eines Franziskanerklosters in Tölz reichen bis ins Jahr 1330 zurück. Die spätere Anlage, geweiht der Heiligen Dreifaltigkeit, entstand 1624. Ihre Gründung war eng mit den Reformbestrebungen Herzog Maximilians I. verbunden, der die bayerischen Franziskanerklöster in einer eigenen Provinz zusammenfassen wollte, um seinen Einfluss zu stärken. Nach jahrelangen Verhandlungen, unter anderem durch seinen Botschafter Giovanni Battista Cesare Crivelli, erteilte Papst Urban VIII. die Genehmigung. So wurde am 1. März 1625 die bayerische Reformatenprovinz der Franziskaner ins Leben gerufen und das Kloster mit reformierten Brüdern aus Norditalien besetzt. Eine Tafel am Eingang der Kirche erinnert an sie. Der Konvent betrieb zudem ein Hospiz. Aufgrund des starken Zuspruchs wurde die ursprüngliche Klosterkirche 1660/61 erweitert. Eine 1660 erbaute Antoniuskapelle, die 1684 stuckiert wurde, musste 1733 für weitere Vergrößerungen von Kirche und Kloster weichen. Im Zuge der Säkularisation unter König Max I. Joseph wurde das Kloster am 25. Januar 1802 aufgelöst. Die Bibliothek mit 7000 Bänden ging dabei fast vollständig verloren. König Ludwig I. gestattete am 15. August 1827 die Wiederzulassung der Franziskaner, woraufhin das Kloster am 1. Dezember 1828 wiedererrichtet wurde. Im Jahr 2008 gaben die Franziskaner das Kloster endgültig auf.
Franziskaner-Reformatenkloster Tölz

Das Franziskaner-Reformatenkloster in Bad Tölz, einem Ort im bayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, stellt ein bedeutendes Baudenkmal dar. Es wurde im 17. Jahrhundert gegründet und war über lange Zeit ein Zentrum des Franziskanerordens in der Region.
Geschichte+
Lage+
Das ehemalige Kloster befindet sich in Bad Tölz, einer Stadt im bayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, Deutschland. Es liegt auf einer Höhe von etwa 656 Metern über dem Meeresspiegel.
Vor Ort+
Die Klosterkirche beherbergt eine Orgel, die 1998 von der Orgelbaufirma Vleugels gebaut wurde. Das Instrument besitzt 35 Register mit 1912 Pfeifen, verteilt auf zwei Manuale und Pedal.
In der Naehe+
- Schloss Reichersbeuern (Schloss, 5395 m)
- Schloss Hechenberg (Schloss, 6975 m)
- Franziskanerinnenkloster Reutberg (Sakralbau, 8565 m)
- Ruine Hohenburg (Ruine, 10023 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Rufus46 / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 47.7598, 11.5544