FestungDüsseldorf-Altstadt

Festung Düsseldorf

Festung Düsseldorf

Die Reste der Festung können besichtigt werden

Die Stadt Düsseldorf war bereits bei ihrer Gründung 1288 mit Wall und Graben umgeben worden. Im 14. Jahrhundert wurde eine Steinmauer mit Türmen und Torburgen hinzugefügt. Mit dem Aufkommen der Feuerwaffen im späten Mittelalter verstärkte man die mittelalterliche Mauer um 1500 zunächst durch Rondelle. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts erfolgte dann der Beschluss der Landstände, Düsseldorf als Landesfestung auszubauen, so dass in der Folgezeit umfangreiche Bastionärbefestigungen um die Stadt herum angelegt wurden. Im ersten Drittel des 16. Jahrhunderts wurde auch die Zitadelle im Süden der Stadt hinzugefügt, die jedoch nie militärisch genutzt wurde.

Im ausgehenden 17. Jahrhundert, in der Zeit Jan Wellems, war Düsseldorf eine gut ausgebaute Festungs- und Garnisonsstadt. Das war im Hinblick auf die kriegerischen Zeiten auch notwendig. 1672 erfolgte der erste Vorstoß von Truppen des französischen Königs Ludwig XIV. an den Rhein, 1689 fiel Ludwig XIV. in die Pfalz ein, die er gründlich verwüstete. Aber auch am Rhein wurde gekämpft, so wurden Bonn und Kaiserswerth zerstört, Düsseldorf in Verteidigungsbereitschaft gesetzt.

Damals ließ Jan Wellem auf dem linken Rheinufer, auf kurkölnischem Gebiet, das Fort "Düsselburg" anlegen, damit nicht Feinde von dort in die auf der Rheinseite unbefestigte Stadt schießen konnten. In der Zwischenzeit waren die Kanonen nämlich weiterentwickelt worden, so dass sie mühelos über den Fluss schießen konnten. Auch 1702 als Kaiserswerth wiederum völlig zerstört wurde, rückte der Krieg gefährlich nahe an die Stadt. In dieser Zeit waren die Befestigungen weiter ausgebaut worden. So war zum Beispiel im Norden als große Bastion das "Neue Werk" entstanden.

Im Zuge der geplanten Vergrößerung der Stadt nach 1699 wurden dann auch im Südosten Befestigungen angelegt, die die neuen Kasernen und das Hubertus-Hospital in der "Extension", der Stadterweiterung, aufnehmen sollten. Ein weiterer Ausbau der Festung Düsseldorf in der geplanten Größe scheiterte zunächst an fehlenden Mitteln. Dann machte der plötzliche Tod Jan Wellems 1716 dem Projekt ein vorläufiges Ende.

Nach dem Tode Jan Wellems bauten seine Nachfolger die Festung Düsseldorf weiter aus. Allerdings sollte sie sich weder bei der Beschießung im Siebenjährigen Krieg 1758 noch in den Revolutionskriegen 1794 bewähren. 1801 wurden die Verteidigungsanlagen von den Franzosen geschleift und die Bastionen und Festungswerke in Park- und Gartenanlagen umgewandelt. Nur die Zitadelle, die bereits seit dem 17. Jahrhundert bebaut worden war, blieb als Zeugnis der ehemaligen Festungsanlagen wenigstens teilweise erhalten.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.wehrbauten.de/thread.php?threadid=572&sid=fabdb0784445e173f7d2c746486aca16

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

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