Die Reste der Felsenburg können nur von außen besichtigt werden
Felsenburg Buchfart
Die Felsenburg Buchfart wurde wahrscheinlich im 10. Jahrhundert erbaut. Sie gilt als eine Besonderheit in der Thüringer Burgenlandschaft. Die Anlage bestand aus etwa zwölf Kammern und Gängen, die sich bis zu 40 Meter über dem Talgrund erstreckt haben. Die einstige Zugangssituation und die Außenmauern sind nicht mehr rekonstruierbar. Die Burg bot in ihrer Blütezeit den bestmöglichen Schutz vor Angreifern, andererseits waren die Lebensbedingungen innerhalb der Burg sicher extrem. Bereits um 1440 wurde die Anlage aufgegeben. Inzwischen hat die Natur einen bedeutenden Teil der Burg zerstört. Im Jahre 2009 waren umfangreiche Sicherungsarbeiten an der Felswand erforderlich - man hofft nun einen Großteil der noch vorhandenen Ruine gerettet zu haben. Als Burgherren werden die Grafen von Orlamünde, der Landgraf Balthasar von Thüringen (1393) und Graf Otto (1395) genannt.
Die Felsenburg Buchfart lockte auch Forscher an. Bereits 1551 war der Mineraloge und Bergbau-Experte Georgius Agricola zu den Kammern der Felsenburg aufgestiegen, da man ihm lebhaft versicherte, dort hätten einst Troglodyten - zwergenhafte „unterirdische Lebewesen“ gehaust. 1822 untersuchte der Heimatforscher Karl Gräbner tagelang die sagenhafte Burganlage und veröffentlichte dazu das Buch „Das alte Bergschloß Buchfart im Großherzogtum Weimar“.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Mobile Geschichte
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Lage: 50.9230, 11.3290