KlosterDorfen

Ehemaliges Schloss, jetzt Kloster Moosen

Ehemaliges Schloss, jetzt Kloster Moosen

heilpädagogische Kinderwohngruppe, Filialkirche

Das ehemalige Hofmarkschloss Moosen, heute bekannt als Kloster Moosen, ist ein bedeutendes Baudenkmal in Bayern. Es befindet sich in der Stadt Dorfen im Landkreis Erding und bildet zusammen mit der Filialkirche St. Katharina eine denkmalgeschützte Einheit. Das Anwesen zeichnet sich durch seine lange und wechselvolle Geschichte aus, die von adligen Besitzern bis zur Nutzung als karitative Einrichtung reicht.

Geschichte+

Die erste urkundliche Erwähnung des Adelssitzes Moosen datiert auf das Jahr 1212, als Hartlieb von Moosen als Besitzer genannt wurde. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte das Anwesen mehrfach den Eigentümer, darunter die Familien Haslanger, Hampersdorfer und das Adelsgeschlecht der Preysinger. Um 1500 erwarben die Edlen von Westacher das Schloss, unter deren Ägide das heutige Gebäude im Übergangsstil vom Manierismus zum Frühbarock entstand. Nach dem Aussterben der Westacher im Mannesstamm im Jahr 1722 ging der Besitz an Baron Karl Josef von Dichtl über, der es drei Jahre später an die Reichsgrafen von Morawitzky verkaufte. Diese hielten das Schloss bis 1813. Im Jahr 1856 erwarb der Dorfener Pfarrer Anton Schmitter das Anwesen und richtete eine Rettungsanstalt für verwahrloste Kinder ein, die zunächst von Franziskanerinnen und später von den Armen Schulschwestern geleitet wurde. Im Zuge dieser Nutzung entstanden Ende des 19. Jahrhunderts neue Zweckbauten anstelle der früheren Ökonomiegebäude. Nach der Schließung des Schülerinnenheims während des Zweiten Weltkriegs wurde 1945 ein Kleinkinderheim gegründet. Bis in die 2010er Jahre diente das Anwesen als Kinder- und Jugendheim sowie Kinderhort.

Lage+

Das ehemalige Schloss und heutige Kloster Moosen liegt in der oberbayerischen Stadt Dorfen, innerhalb des Landkreises Erding in Bayern, Deutschland.

Vor Ort+

Seit Anfang 2018 betreibt die Stiftung SLW in den Obergeschossen des ehemaligen Kinderheimgebäudes eine heilpädagogische Kinderwohngruppe. Das Kloster selbst wurde geschlossen und die Schwestern haben das Anwesen verlassen. Eine neue Nutzung für das Schloss und das angrenzende ehemalige Klostergebäude steht derzeit noch nicht fest. Die Schlosskapelle kann nach Absprache mit dem Mesner besichtigt werden, ist ansonsten aber dauerhaft geschlossen. Der viergeschossige kubisch-turmartige Bau mit Walmdach wurde um 1620 errichtet. Die große Schlosskapelle, die südlich an das Hauptgebäude angebaut ist, dient seit dem 19. Jahrhundert als Filialkirche der Pfarrei Schwindkirchen und wurde Mitte der 2010er Jahre umfassend renoviert. Die Kapelle ist vorwiegend im Stil des beginnenden Klassizismus ausgestattet, mit einem weiträumigen Langhaus und einem kurzen Chorraum. Der Hochaltar im späten Rokokostil zeigt bereits frühklassizistische Elemente und ein Altarbild, das das Martyrium der heiligen Katharina darstellt.

In der Naehe+
  • Schloss Armstorf (Schloss, 1938 m)
  • Schloss Schwindegg (Schloss, 6165 m)
  • Schloss Kalling (Schloss, 6241 m)
  • Schloss Taufkirchen (Schloss, 9160 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: wolfgangcyrus68 / CC BY-SA 3.0 de via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 48.2670, 12.1744