KlosterBeilngries

Ehemaliges Franziskanerkloster

Ehemaliges Franziskanerkloster

Museum, Jugendheim, Tafel

Das ehemalige Franziskanerkloster in Eichstätt, Bayern, ist ein historisches Baudenkmal, das einst eine bedeutende Rolle im religiösen Leben der Region spielte. Es zeichnet sich durch seine bewegte Gründungsgeschichte und die spätere Umwandlung in eine Bildungs- und Kulturstätte aus.

Geschichte+

Die Gründung des Klosters geht auf eine Stiftung des Berchinger Bürgers Rumpf zurück, die 1723 mit Zustimmung des Eichstätter Fürstbischofs Johann Anton I. Knebel von Katzenelnbogen erfolgte. Die ersten vier Franziskaner bezogen zunächst ein provisorisches Quartier. Der Baubeginn für ein Hospitium im selben Jahr wurde jedoch jäh gestoppt, da der Bischof die erforderliche Zustimmung des Eichstätter Domkapitels missachtet hatte. Auch das benachbarte Benediktinerkloster Plankstetten legte Einspruch ein, da es das Patronatsrecht für die Pfarrei Beilngries besaß. Nach langwierigen Verhandlungen, die bis nach Rom führten, konnte eine Einigung erzielt werden. 1736 erteilte der Bischof erneut die Genehmigung, diesmal mit Zustimmung des Klosters Plankstetten. Unter Abt Maurus Xaverius Herbst von Plankstetten (1742–1757) verbesserte sich das Verhältnis zwischen den Klöstern dauerhaft. Um 1800 lebten vier bis fünf Priester und ein bis zwei Laienbrüder im Kloster, das 1806 im Zuge der Säkularisation aufgelöst wurde.

Lage+

Das ehemalige Franziskanerkloster befindet sich in Eichstätt, einer Stadt in Bayern, Deutschland. Es liegt auf einer Höhe von etwa 372 Metern über dem Meeresspiegel.

Vor Ort+

Nach der Säkularisation wurde das Klostergebäude von der Stadt übernommen und diente zunächst als Knabenschule. Heute beherbergt es das Spielzeug- und Figuren-Museum „anno dazumal“. An der Außenmauer des ehemaligen Schulhauses ist seit 2010 ein Mosaik der Eierspende des Künstlers Franz-Xaver Lindl aus den 1950er Jahren angebracht. Zudem nutzt die Beilngrieser Tafel Räumlichkeiten im Gebäude. Die ehemalige Klosterkirche St. Trinitas, die 1736 geweiht wurde und einst als schlicht galt, dient seit 1961 als Pfarr- und Jugendheim der katholischen Stadtpfarrei St. Walburga.

In der Naehe+
  • Schloss Hirschberg (Schloss, 961 m)
  • Kloster Plankstetten (Sakralbau, 3870 m)
  • Schloss Töging (Schloss, 6769 m)
  • Kirchenburg Kinding (Burg, 7603 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: DALIBRI / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 49.0359, 11.4716