Katholische Stadtpfarrkirche
Ehemalige Benediktinerklosterkirche, jetzt katholische Stadtpfarrkirche St. Veit

Die ehemalige Benediktinerklosterkirche St. Veit in Mühldorf am Inn, Bayern, ist heute die katholische Stadtpfarrkirche und ein herausragendes Baudenkmal. Sie thront markant auf dem Veitsberg und prägt das Stadtbild von Neumarkt-Sankt Veit. Die Kirche ist dem heiligen Vitus geweiht und zeichnet sich durch ihre reiche Geschichte und die erhaltene barocke Ausstattung aus.
Geschichte+
Der im Wesentlichen spätgotische Bau entstand in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts auf den Fundamenten eines romanischen Vorgängerbaus. Mehrere Klosterbrände zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert sowie Plünderungen in Kriegszeiten führten zu wiederholten baulichen Veränderungen und Neuausstattungen. Besonders einschneidend war die barocke Umgestaltung nach einem Brand im Jahr 1708. Der Freisinger Hofmaurermeister Dominik Gläsl erneuerte 1709 das Kirchengebäude. Später ergänzte der berühmte Barockbaumeister Johann Michael Fischer den Kirchturm mit Zwiebelhaube. Im Presbyterium sind noch zahlreiche barocke Ausstattungsstücke erhalten, während die übrige Ausstattung im 19. Jahrhundert einer Regotisierung zum Opfer fiel. Das Kloster Sankt Veit war 1802 eine der ersten Abteien in Bayern, die säkularisiert wurden. Die Mönche boten die Aufhebung selbst an, was den Erhalt der Klosterkirche als Pfarrkirche sicherte.
Lage+
Die Kirche befindet sich in Neumarkt-Sankt Veit, einer Kleinstadt im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn. Sie liegt auf dem 459 Meter hohen Veitsberg.
Vor Ort+
Die ehemalige Klosterkirche dient heute als römisch-katholische Pfarrkirche St. Vitus. Sie ist ein eingetragenes Baudenkmal. Der Chorraum wird vom über 13 Meter hohen Hochaltar aus Stuckmarmor dominiert, der 1739 von Jakob Mösl geschaffen wurde. Das Hauptbild zeigt das Martyrium des heiligen Vitus, während das Auszugsbild die Klostergründung darstellt. Flankiert wird der Altar von vergoldeten Figuren der Heiligen Rupert und Vitus. Im Presbyterium finden sich zudem sechs große Wandbilder zur Lebens- und Leidensgeschichte des heiligen Vitus sowie das frühbarocke Chorgestühl. Nördlich an den Chorraum schließt die Anna- oder Luciuskapelle an, die einen Reliquienaltar mit dem Leib des Katakombenheiligen Lucius beherbergt. Die Orgel befindet sich in einem barocken Gehäuse von Christoph Egedacher d. Ä. aus dem Jahr 1639. Im Turm hängen fünf Glocken von Johann Matthias Langenegger aus dem Jahr 1709, ein Geschenk Herzogs Maximilian Philipp von Bayern, die nach dem Zweiten Weltkrieg zurückkehrten.
In der Naehe+
- Kloster Sankt Veit (Sakralbau, 57 m entfernt)
- Schloss Teising (Schloss, 2794 m entfernt)
- Schloss Hellsberg (Schloss, 6150 m entfernt)
- Schloss Egglkofen (Schloss, 6404 m entfernt)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Gliwi / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 48.3592, 12.5169