Archiv, Museum
Domkloster Lübeck
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Das Domkloster Lübeck, einst ein zentraler Ort des Lübecker Domkapitels, prägte über Jahrhunderte das religiöse und kulturelle Leben der Stadt. Gelegen an der Südseite des imposanten Lübecker Doms, zeugen seine Überreste von einer reichen Geschichte, die bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht.
Geschichte+
Die Gründung des Domklosters Lübeck im Jahr 1160 erfolgte durch Heinrich den Löwen, zeitgleich mit der Einrichtung des Bistums Lübeck. Es diente als Gemeinschaftsort für das Domkapitel, wobei die Domherren vermutlich der Augustinusregel folgten. Diese Verpflichtung zum gemeinsamen Leben endete jedoch gegen Ende des 13. Jahrhunderts, und die Domherren zogen in eigene Kurien, kamen aber weiterhin zu Kapitelssitzungen und im Refektorium des Klosters zusammen. Die Klostergebäude selbst entstanden zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert. Bis zur Reformation im Jahr 1571 blieb das Kloster der Lebensmittelpunkt der Geistlichen und beherbergte später auch die Domschule und die Dombibliothek. Nach der Auflösung des Hochstifts Lübeck im Jahr 1803 fiel das Domkloster an die Freie Hansestadt Lübeck. Große Teile der Anlage wurden im 19. Jahrhundert abgerissen, darunter der baufällige Südflügel im Jahr 1816. Der Ostflügel und das Predigthaus im Westflügel dienten von 1850 bis 1887 als Allgemeines Krankenhaus, bevor sie für den Bau des Museums am Dom weichen mussten. Einzelne Bauteile wurden in den Museumsneubau integriert und sind nach der Zerstörung des Dommuseums im Jahr 1942 teilweise in der Wiederaufbausubstanz erhalten geblieben.
Lage+
Das Domkloster befindet sich in der Hansestadt Lübeck, im Bundesland Schleswig-Holstein, Deutschland.
Vor Ort+
Heute sind nur noch wenige Bauteile des einst umfangreichen Domklosters erhalten. Dazu gehören die spätgotische Schauwand des Predigthauses, die in das Archiv der Hansestadt Lübeck integriert wurde, sowie fünf Joche des spätromanischen Kreuzgangs am Ostflügel. Der Giebel der Südervorhalle des Querschiffs ist nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wieder freigelegt und unverbaulich.
In der Naehe+
- Lübecker Dom (Sakralbau, 52 m)
- Schloss Rantzau (Schloss, 256 m)
- Palais Brömserhof (Residenz, 405 m)
- Palais Geverdeshof (Residenz, 435 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 53.8605, 10.6854