Baudenkmal
Dominikanerkloster Wismar (Schwarzes Kloster)

Das Dominikanerkloster Wismar, auch bekannt als Schwarzes Kloster, ist ein bedeutendes historisches Bauwerk in Nordwestmecklenburg, Mecklenburg-Vorpommern. Es zeichnet sich durch seine beeindruckende Backsteingotik aus und ist ein eingetragenes Baudenkmal, das die reiche Geschichte der Region widerspiegelt.
Geschichte+
Die Gründung des Dominikanerklosters in Wismar erfolgte zwischen 1292 und 1293, zu einer Zeit, als der mecklenburgische Fürst Heinrich der Pilger in arabischer Gefangenschaft war. Die ersten Dominikaner, auch als „Predigerbrüder“ bekannt, waren bereits 1292 in Wismar präsent, und die kirchenrechtliche Genehmigung der Niederlassung erfolgte 1293 durch das Generalkapitel des Ordens in Lille. Ursprünglich Teil der Dominikanerprovinz Teutonia, wurde das Kloster 1303 der Sächsischen Provinz zugeordnet. Der mecklenburgische Landesherr stiftete das Grundstück für den Klosterbau, und die Dominikaner wurden 1294 durch einen Zulassungsvertrag in die städtische Struktur eingebunden, wobei ihnen unter anderem das Bierbrauen untersagt wurde. Sie übernahmen wichtige Aufgaben wie die Predigt in der Marienkirche und fungierten als Zeugen bei Rechtsverfahren. Ab 1297 begannen die Ordensmänner mit dem Bau des Klosters in Ziegelbauweise, wofür ihnen ab 1305 eine eigene Ziegelei zur Verfügung stand. Im 14. Jahrhundert entstand eine große Klosterkirche im Stil einer Bettelordenskirche. Der hochgotische Chor mit polygonalem 5/8-Schluss, errichtet von Martin Kremer, ist der einzige erhaltene Teil der Kirche. Das dreischiffige Langhaus mit fünf Jochen entstand möglicherweise um 1320/1330. Die Kirchweihe erfolgte 1397 durch den Ratzeburger Bischof Detlef von Berkentin.
Lage+
Das Schwarze Kloster befindet sich in der Hansestadt Wismar, einer Stadt in Nordwestmecklenburg, die zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern in Deutschland gehört.
Vor Ort+
Das Dominikanerkloster Wismar ist heute als Baudenkmal in Mecklenburg-Vorpommern geschützt und zeugt von der einstigen Präsenz des Dominikanerordens in der Region. Der erhaltene Chor der Klosterkirche ist ein bemerkenswertes Beispiel der Backsteingotik.
In der Naehe+
- Schloss Fürstenhof (Schloss, 335 m)
- Nikolaikirche (Sakralbau, 718 m)
- Wismarer Stadtbefestigung-Wassertor (Stadtbefestigung, 858 m)
- Gutshaus Klein Woltersdorf (Herren- und Gutshaus, 4197 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Niteshift (talk) / CC BY 3.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 53.8891, 11.4658