evangelische Stadtpfarrkirche
Dominikanerkloster Treysa
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Das Dominikanerkloster Treysa, eine ehemalige Niederlassung des Dominikanerordens, befand sich in Treysa, einem heutigen Stadtteil von Schwalmstadt im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis. Die Anlage, deren Kirche heute als evangelische Pfarrkirche dient, war einst ein bedeutendes religiöses und wirtschaftliches Zentrum der Region.
Geschichte+
Das im späten 13. Jahrhundert gegründete Kloster wurde 1287 in das Provinzialkapitel „Teutonia“ der Dominikaner aufgenommen und ab 1303 Teil der neu gegründeten Ordensprovinz „Saxonia“. Die Grafen von Ziegenhain, die Stadtherren, unterstützten den Konvent maßgeblich, wahrscheinlich durch die Stiftung des Baugrundstücks und weitere Förderungen. Auch Bürger und der niedere Adel trugen durch Schenkungen und Darlehen zum Wohlstand der Treysaer Dominikaner bei, sodass der Konvent ab dem späten 14. Jahrhundert als sehr vermögend galt. Um 1330 begann der Bau der Klosterkirche, eines unsymmetrischen Hallenbaus mit einem südlichen Seitenschiff. Die Dominikaner unterhielten im Kloster eine Lateinschule, und in den Jahren 1355 sowie 1428 fanden hier Provinzkapitel des Ordens statt. Ab 1494 folgte der Konvent den strengeren Regeln der „Congregatio Hollandica“ der Observanten. Nach der Einführung der Reformation in Hessen wurde das Kloster 1527 aufgelöst, und die verbliebenen Mönche wurden abgefunden.
Lage+
Das Kloster befand sich in Treysa, einem Stadtteil von Schwalmstadt im Schwalm-Eder-Kreis in Hessen, Deutschland. Es lag auf einer Höhe von 239 Metern über dem Meeresspiegel an der südwestlichen Stadtmauer, zwischen dem Angels- und Dippelstor in der Oberstadt, am heutigen Kirchplatz 1.
Vor Ort+
Die ehemalige Klosterkirche wird seit 1531 als evangelische Stadtpfarrkirche genutzt. Die Konventsgebäude dienten nach der Säkularisation zunächst als Schule und ab 1699 als Standort einer Wolltuchmanufaktur, die von hugenottischen Glaubensflüchtlingen gegründet wurde. Diese Manufaktur lieferte bis 1714 Tuche und Futter für die Uniformen der hessischen Infanterie-Regimenter, stellte ihren Betrieb jedoch 1737 ein. Die ursprünglichen Klostergebäude wurden im 19. Jahrhundert abgerissen.
In der Naehe+
- Schloss Rommershausen (Schloss, ca. 2226 m entfernt)
- Festung Ziegenhain (Festung, ca. 3454 m entfernt)
- Schloss Loshausen (Schloss, ca. 5762 m entfernt)
- Schloss Willingshausen (Schloss, ca. 6895 m entfernt)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 50.9126, 9.1859