Mauerreste, in Bürgerhäusern integriert
Dominikanerkloster Mühlhausen

Das Dominikanerkloster Mühlhausen, ein ehemaliges Kloster des Dominikanerordens, befand sich in der Region Unstrut-Hainich in Thüringen, Deutschland. Es ist heute als Kulturdenkmal in Thüringen ausgewiesen und zeugt von einer reichen Geschichte in der mittelalterlichen Reichsstadt.
Geschichte+
Die Gründung des Dominikanerklosters in Mühlhausen erfolgte im Jahr 1289 auf einem Gelände, das zuvor zum Vorburgbereich der Reichsburg gehörte. Der Deutsche Ordensherr und spätere Bischof Christian von Mühlhausen verkaufte das frühere Königslehen an die Dominikaner, die umgehend mit dem Bau einer großen gotischen Klosterkirche begannen. Die Predigerkirche, der drittgrößte Sakralbau der Stadt, wurde 1348 fertiggestellt. Ein Brand im Jahr 1487, der das nordöstliche Viertel der Altstadt zerstörte, fügte auch dem Kloster erheblichen Schaden zu. Nach der Reformation wurde das Kloster 1542 aufgehoben, und die Dominikaner verließen die Stadt. Teile des Klosters und der Kirche wurden als städtischer Bauhof genutzt, und der Kirchhof diente als Pestfriedhof. Der Große Stadtbrand von 1689 beschädigte die leerstehende Predigerkirche erneut schwer, woraufhin sie als Steinbruch abgetragen wurde. Lediglich Mauerteile, die in späteren Bürgerhäusern integriert wurden, blieben erhalten.
Lage+
Das Kloster befand sich im nordöstlichen Teil der mittelalterlichen Reichsstadt Mühlhausen, am Rande der nördlichen Stadtmauer, unterhalb des Geländes der ehemaligen Reichsburg. Es grenzte im Norden an die Mönchsgasse und im Süden an den Steinweg, eine zentrale Straße der Oberstadt.
Vor Ort+
Heute sind von der einstigen Größe des Dominikanerklosters Mühlhausen nur noch spärliche Reste sichtbar. Ein Teil der Westwand der Kirche mit einem zweibahnigen gotischen Fenster sowie ein Rest der Klostergebäude im Norden sind erhalten. Auch in den angrenzenden Wohngebäuden sind Mauerreste der Südwand, darunter Fenstergewände, erkennbar. Pfeilerfundamente und ein Kämpfer des ersten Arkadenbogens zeugen von den Arkaden des nördlichen Seitenschiffs.
In der Naehe+
- Gutshaus Seebach (Herren- und Gutshaus, 6029 m)
- Burg Seebach (Burg, 6199 m)
- Herrenhaus Oppershausen (Herren- und Gutshaus, 8008 m)
- Kloster Volkenroda (Sakralbau, 8689 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Wikiwerth / CC BY 4.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 51.2098, 10.4619