KlosterGreifswald

Dominikanerkloster Greifswald (Schwarzes Kloster)

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Das Dominikanerkloster Greifswald, auch als Schwarzes Kloster bekannt, war eine bedeutende geistliche Einrichtung in Vorpommern-Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern. Es zeichnete sich durch seine lange Geschichte und seine enge Verbindung zur Universität Greifswald aus.

Geschichte+

Die Gründung des Greifswalder Dominikanerklosters wird auf das Jahr 1254 datiert. Herzog Wartislaw III. von Pommern stellte den Dominikanern ein Grundstück an der Stadtmauer zur Verfügung, an der Grenze zwischen der damaligen Neustadt und Altstadt Greifswalds. Brüder aus dem bereits 1228 gestifteten Kamminer Dominikanerkonvent, darunter der erste Prior Berthold und der Lektor Florentius, begannen mit dem Bau des neuen Klosters. Ursprünglich zur Ordensprovinz Polonia gehörig, wechselte das Kloster 1280 zur provincia Teutoniae und 1303 zur abgetrennten Ordensprovinz Sachsen (Saxonia). Dies führte zu Auseinandersetzungen mit dem Stralsunder Dominikanerkloster über Termineigrenzen, die 1472 beigelegt wurden. Ab 1472 gehörte das Kloster erneut der polnischen Ordensprovinz an. Während einer Spaltung des Dominikanerordens im 15. Jahrhundert schloss es sich der holländischen Kongregation an, doch Reformversuche stockten unter polnischer Provinzverwaltung. Erst 1501 wurde das Kloster auf Bitten von Herzog Bogislaw X. und des Greifswalder Stadtrates wieder der Ordensprovinz Sachsen unterstellt, eine Zuordnung, die 1517 durch Papst Leo X. endgültig bestätigt wurde. Der Greifswalder Konvent genoss bis zu seiner Auflösung im 16. Jahrhundert hohes Ansehen und zog viele Dominikaner an die Universität Greifswald. Bedeutende Persönlichkeiten wie der Rechtsgelehrte Johann Meilof traten dem Orden bei und vermachten dem Kloster wertvolle Sammlungen. Im Kloster bestanden Studieneinrichtungen für Logik und Theologie. Die dreischiffige Klosterkirche beherbergte Altäre verschiedener Zünfte und Bruderschaften. Nach der Einführung der Reformation in Pommern wurde das Kloster 1534 säkularisiert. Prior und Brüder durften weiterhin dort wohnen und erhielten einen Teil ihrer Einkünfte. Die Klosterkirche wurde 1558 wegen Baufälligkeit zum Abriss freigegeben.

Lage+

Das Dominikanerkloster befand sich in Greifswald, einer Stadt in der Region Vorpommern-Greifswald im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland.

Vor Ort+

Die Klosterkirche wurde im 16. Jahrhundert abgerissen. Über die heutige Nutzung oder den Zustand der verbliebenen Klostergebäude gibt es keine Informationen.

In der Naehe+
  • Dom St. Nikolai (Sakralbau, 302 m entfernt)
  • St.-Marien-Kirche (Sakralbau, 571 m entfernt)
  • Gutshaus Wackerow (Herren- und Gutshaus, 1963 m entfernt)
  • Gutshaus Boltenhagen (Herren- und Gutshaus, 5013 m entfernt)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 54.0980, 13.3756