KlosterEichstätt

Dominikanerkloster Eichstätt

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Das Dominikanerkloster in Eichstätt, ein ehemaliger Sakralbau in Bayern, prägte über Jahrhunderte das geistliche und intellektuelle Leben der Region. Als Baudenkmal ist es ein Zeugnis mittelalterlicher Architektur und der Präsenz des Predigerordens in Süddeutschland.

Geschichte+

Die Gründung des Klosters geht auf das Jahr 1271 zurück, als Sophie von Hirschberg, zusammen mit ihren Söhnen Gerhard und Gebhard VII., ein Grundstück an der nordöstlichen Stadtmauer Eichstätts für die Dominikaner stiftete. Der Bauplan wurde vom Dominikaner Adalbero von Mässingen entworfen. Bereits 1274 oder 1275 wurde das Kloster zu einem vollberechtigten Konvent erhoben, dessen Besiedelung aus Regensburg oder Augsburg erfolgte. Damit etablierte sich das 30. Dominikanerkloster in der Ordensprovinz „Teutonia“. Der erste Prior, Friedrich von Kirchberg, ist ab 1291 urkundlich belegt. Die Klosteranlage wurde im späten 13. Jahrhundert durch den Bau einer gotischen Kirche erweitert. Nach einem Brand im Jahr 1366 wurde das Kloster mit Unterstützung des Eichstätter Fürstbischofs Raban Truchseß von Wilburgstetten wiederhergestellt. Von Beginn an diente das Kloster als Studienort für den Ordensnachwuchs in Theologie, mit einem achtjährigen Studium für Kleriker. Lektoren, die das Hausstudium leiteten, absolvierten zuvor eine zweijährige Zusatzausbildung. Die Klosterbibliothek, die beim Brand im 14. Jahrhundert vermutlich zerstört wurde, wuchs ab dem 16. Jahrhundert durch Schenkungen und Ankäufe wieder an. Bedeutende Persönlichkeiten wie Georg Schwarz (Nigri) lehrten hier. Ab 1645 konnten die Dominikaner auch Philosophie unterrichten, was zu Konflikten mit den Eichstätter Jesuiten führte.

Lage+

Das ehemalige Dominikanerkloster befindet sich in der Stadt Eichstätt im Bundesland Bayern, Deutschland.

Vor Ort+

Das ehemalige Dominikanerkloster ist als Baudenkmal in Bayern geschützt und zeugt von seiner historischen Bedeutung.

In der Nähe+
  • Kloster Herz Jesu (Sakralbau, ca. 213 m entfernt)
  • Dom zu Eichstätt (Sakralbau, ca. 255 m entfernt)
  • Residenz Eichstätt (Residenz, ca. 312 m entfernt)
  • Kloster St. Walburg (Sakralbau, ca. 359 m entfernt)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 48.8932, 11.1862