Pflegeheim
Dominikanerinnenkloster Zoffingen in Konstanz

Das Dominikanerinnenkloster Zoffingen in Konstanz, am Bodensee gelegen, ist ein historischer Sakralbau, dessen Ursprünge bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen. Es ist nach dem Domscholaster Burkhard von Zofingen benannt und zeichnet sich durch seine lange Geschichte als Nonnenkloster aus.
Geschichte+
Die Anfänge des Klosters gehen auf eine Beginengemeinschaft zurück, die sich vor dem Jahr 1257 von Wil nach Konstanz verlagerte. Nachdem die Schwestern die Augustinusregel annahmen, erhielten sie den Domherrenhof des Domscholasters von Zofingen. Eine Kapelle entstand gegen Ende des 13. Jahrhunderts und wurde um 1314 der Heiligen Katharina geweiht. Ab 1318 übernahmen die Dominikaner des benachbarten Inselklosters die geistliche Betreuung der Gemeinschaft. Im späten 15. Jahrhundert wurden Reformen durch Schwestern aus St. Gallen eingeführt, und Cordula von Schönau wurde mit der Erstellung der Zoffinger Handschriften beauftragt. Die Kontemplation der Gemeinschaft wurde durch Mystiker wie Heinrich Seuse gefördert. Im Jahr 1654 erhielt das Kloster ein Gnadenbild der Maria, das bis heute als bedeutendes Kleinod gilt. 1782 erfolgte eine Vereinigung mit dem Konvent des Klosters St. Peter an der Fahr, die jedoch nur wenige Jahre später, 1789, wieder aufgelöst wurde.
Lage+
Das Kloster Zoffingen befindet sich in der Stadt Konstanz im Bundesland Baden-Württemberg, Deutschland, direkt am Bodensee.
Vor Ort+
Die Klostergemeinschaft unterhielt lange Zeit eine Mädchenschule, die im Jahr 2018 ihren Betrieb einstellte. Das ehemalige Schulareal wurde von der katholischen Gesamtkirchengemeinde Konstanz erworben und dient seit Herbst 2023 als Pflegeheim, betrieben von der Altenhilfe der Caritas. Die Klostergemeinschaft besitzt zudem einen Weinberg mit Rebhaus am Stadtrand von Konstanz als Rückzugsort.
In der Naehe+
- Palais von Rollscher Hof (Residenz, 175 m)
- Konstanzer Münster (Sakralbau, 252 m)
- Herrenhaus Linden Hof (Herren- und Gutshaus, 252 m)
- Schloss Blarerscher Domherrenhof (Schloss, 253 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Assenmacher / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 47.6655, 9.1771