Schule, Staatsgalerie
Dominikanerinnenkloster St. Katharina, Augsburg

Das ehemalige Dominikanerinnenkloster St. Katharina in Augsburg, Bayern, war einst ein bedeutender Konvent, der heute als Baudenkmal geschützt ist. Es befindet sich im Herzen der Stadt, nahe der Maximilianstraße, und ist bekannt für seine reiche Geschichte und die Verbindung zu bedeutenden Künstlern der Renaissance.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters St. Katharina erfolgte im Jahr 1243 in der Augsburger Vorstadt Am Gries, wobei Christina von Wellenburg als Stifterin gilt. Ursprünglich unter der geistlichen Führung des Dominikanerklosters St. Magdalena, zog der Konvent 1251 in die Stadt um. Ab 1349 stand das Kloster unter dem Schutz der Reichsstadt Augsburg und erhielt 1381 das Augsburger Bürgerrecht. Es wurde durch Zuwendungen des schwäbischen Adels und später Augsburger Patrizierfamilien gefördert. Zwischen 1498 und 1503 entstand der zweite Klosterbau nach Entwürfen von Burkhart Engelberg. In dieser Zeit schufen Künstler wie Hans Burgkmair und Hans Holbein der Ältere den Basilikazyklus für den Kapitelsaal. Hans Holbein gestaltete um 1500 zudem einen Katharinen- und einen Sebastiansaltar. Die zweischiffige Basilika St. Katharina wurde 1516/17 fertiggestellt. Während der Reformation wurde die Kirche 1534 vom Stadtrat geschlossen und der Konvent gespalten. Nach dem Dreißigjährigen Krieg erlebte das Kloster eine zweite Blütezeit, und die Kirche wurde 1670 barockisiert. Die Nonne Dominika Erhardt verfasste 1752/53 eine umfangreiche Chronik des Klosters. Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster 1802 aufgelöst, und die verbliebenen Nonnen mussten es 1807 verlassen.
Lage+
Das ehemalige Dominikanerinnenkloster St. Katharina liegt in der Stadt Augsburg in Bayern, Deutschland, auf einer Höhe von etwa 494 m über dem Meeresspiegel. Die Gebäude befinden sich in der Katharinengasse und der Hallstraße.
Vor Ort+
Nach der Auflösung wurde die ehemalige Klosteranlage lange als Lagerhalle genutzt. Ab 1834 bezogen die Königliche Polytechnische Schule und eine Gewerbeschule Teile der Konventgebäude. Die ehemalige Klosterkirche dient seit 1835 als Staatsgalerie Altdeutscher Meister, eine Filiale der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Heute beherbergen die Gebäude das Holbein-Gymnasium.
In der Naehe+
- Schaezler Palais (Residenz, 158 m)
- Fugger Residenz (Residenz, 178 m)
- Kloster Sankt Ulrich und Afra (Sakralbau, 437 m)
- Burggrafenturm (Burg, 802 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Gliwi / CC BY-SA 3.0 de via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 48.3647, 10.8972