Altenheim
Dominikanerinnenkloster Blankenburg, vorher Skapen

Das ehemalige Dominikanerinnenkloster Blankenburg, ursprünglich unter dem Namen Skapen bekannt, befindet sich am östlichen Stadtrand von Oldenburg in Niedersachsen. Dieser historische Sakralbau, dessen Ursprünge im späten 13. Jahrhundert liegen, ist heute ein bedeutendes Kulturdenkmal und zeugt von einer wechselvollen Geschichte.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters Blankenburg erfolgte im Jahr 1294 durch fünf Adlige und Ministerialen aus dem stiftsbremischen Raum, die eigens Land von Graf Johann II. von Oldenburg erwarben. Ziel war die Errichtung eines Dominikanerinnenklosters für Nonnen des Augustiner- und Predigerordens. Der Name Blankenburg, erstmals in der Weiheurkunde erwähnt, wird auf eine Nonne namens Blanca zurückgeführt, während der Zusatz „Burg“ die Wurt bezeichnet, auf der die Klostergebäude errichtet wurden. Bereits 1297 bestätigte der Bremer Erzbischof Giselbert von Brunkhorst sämtliche Indulgentien des Klosters, und 1299 wurde die Klosterkirche zur Pfarrkirche erhoben. Über Jahrhunderte diente das Kloster als Versorgungsinstitut für Töchter wohlhabender Oldenburger Familien. Im Jahr 1499 wurde das Kloster von der „Schwarzen Garde“ verwüstet, jedoch 1509 neu ausgestattet. Die Reformation führte 1577 zur Säkularisation der Liegenschaft. Nach der Aufhebung wurde das Kloster 1623 zum Malz- und Brauwerk umgebaut und später von Graf Anton Günther der Stiftung Kloster Blankenburg zur Einrichtung eines Armen- und Waisenhauses übergeben. Von 1786 bis 1935 fungierte es als „Bewahr- und Pflegeanstalt“. Während der NS-Zeit wurde die Anstalt geschlossen, die Patienten verlegt und das Anwesen als Lager des SA-Arbeitsdienstes genutzt. Später diente es als staatliches Gertrudenheim, dessen Bewohner im Rahmen der „Aktion T4“ deportiert wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es als Tuberkulose-Krankenhaus und später als städtisches Altenheim genutzt.
Lage+
Das Kloster Blankenburg liegt am östlichen Stadtrand von Oldenburg, nahe der Hunte, in der Region Niedersachsen, Deutschland. Es bildet gemeinsam mit dem Stadtteil Neuenwege den Oldenburgischen Stadtbezirk 8.
Vor Ort+
Das Haupthaus von 1294, das Brauhaus aus dem Jahr 1623 und die zweite Kirche von 1868 stehen heute unter Denkmalschutz. Die Gebäude zeugen von der langen und vielschichtigen Geschichte des Ortes.
In der Naehe+
- Prinzpalais Oldenburg (Residenz, ca. 4927 m entfernt)
- Schloss Oldenburg (Schloss, ca. 4927 m entfernt)
- Elisabeth-Anna-Palais (Residenz, ca. 5053 m entfernt)
- Haus Osterberg (Herren- und Gutshaus, ca. 8878 m entfernt)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Bin im Garten / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 53.1519, 8.2865