evangelische Pfarrkirche, Gemeindezentrum
Dom St. Marien (Fürstenwalde)

Der Dom St. Marien in Fürstenwalde/Spree, gelegen im Bundesland Brandenburg, ist ein bedeutender Sakralbau mit einer langen Geschichte. Ursprünglich im 13. Jahrhundert gegründet, diente er über Jahrhunderte als katholische Kathedrale und Bischofssitz, bevor er nach der Reformation zu einer evangelischen Kirche wurde. Seine gotische Architektur prägt das Stadtbild und macht ihn zu einem wichtigen Baudenkmal der Region.
Geschichte+
Die Ursprünge des Doms St. Marien reichen bis ins Jahr 1230 zurück. Ab 1385 fungierte die Stadtkirche als Kathedrale und Bischofssitz des Bistums Lebus. Nach der Zerstörung durch die Hussiten im Jahr 1432 begann 1446 der Wiederaufbau als Dom. Im Jahr 1528 wurde der Dom von Raubrittern geplündert. Mit dem Tod des letzten katholischen Bischofs im Jahr 1555 endete die katholische Ära, und 1557 fand der erste evangelische Gottesdienst statt. Eine umfassende Barockisierung erfolgte 1771, die jedoch zwischen 1908 und 1910 wieder rückgängig gemacht wurde, um den gotischen Charakter des Bauwerks wiederherzustellen. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Dom 1945 durch Luftangriffe und Artilleriebeschuss nahezu vollständig zerstört. Der Wiederaufbau durch die evangelische Gemeinde dauerte bis in die 1970er Jahre, wobei das Innere bewusst so gestaltet wurde, dass Spuren der Zerstörung als Mahnung sichtbar blieben. Die vollständige Rekonstruktion wurde 1995 abgeschlossen.
Lage+
Der Dom St. Marien befindet sich in Fürstenwalde/Spree, einer Stadt im Landkreis Oder-Spree im östlichen Brandenburg, Deutschland.
Vor Ort+
Heute dient der Dom St. Marien als evangelische Pfarrkirche und ist ein aktives Gemeindezentrum. Das Gebäude präsentiert sich als dreischiffige Kathedralkirche aus unverputztem Backstein. Im Inneren finden sich ein holzverkleidetes Gewölbe und asymmetrische sechseckige Stützpfeiler. Besonders hervorzuheben sind ein zwölf Meter hohes, filigranes Sakramentshaus aus Sandstein aus dem Jahr 1517 und das Grabmal des Bischofs Dietrich von Bülow von 1523. Der 68 Meter hohe Westturm ist weiß verputzt und wird von zwei kleineren Treppentürmen flankiert.
In der Naehe+
- Altes Bischofsschloss (Fürstenwalde) (Schloss, 101 m)
- Schloss Fürstenwalde (Schloss, 242 m)
- Gutshaus Neuendorf (Herren- und Gutshaus, 5027 m)
- Schloss Steinhöfel (Schloss, 8129 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Doris Antony, Berlin / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 52.3581, 14.0653