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Deutschordensschloss Gumpoldskirchen

Der große Baukomplex des Deutschordensschlosses befindet sich an der Stelle einer babenbergischen Burg-Kirchenanlage, deren Kirche aus dem 11. oder 12. Jahrhundert stammt. 1241 schenkte der letzte Babenbergerherzog, Friedrich II der Streitbare, dem Deutschen Ritterorden den kleinen Wehrbau. Die kleine Burg wurde der 1245 gegründeten Kommende Wiener Neustadt übergeben. Beim Türkeneinfall von 1529 wurde das sogenannte Deutsche Haus niedergebrannt. Danach erfolgte der Wiederaufbau und Ausbau der Befestigungsanlagen. 1683 verwüsteten die Türken neuerlich das Ordensschloss, das anschließend wiederhergestellt wurde.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts ließ der Landkomtur Graf Alois von Harrach größere Veränderungen am Schloss vornehmen. 1930 erfolgte ein weitgehender Umbau, da hier das Zentralnoviziat des nunmehr ausschließlich geistlichen Ordens eingerichtet wurde. Von 1934 bis 1938 lebte hier der ehemalige Hoch- und Deutschmeister Erzherzog Eugen. Unmittelbar nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich wurde der Orden enteignet. Es diente nunmehr als „Erstes Reichsweingut“ und Forschungsanstalt für den Weinbau. 1945 erhielt der Orden sein Schloss zurück, doch wurde die Kommende nach Wien verlegt.
Nach der Schließung des hier von Deutsch-Ordensschwestern geführten Altenheimes im Jahr 1988, stand das Schloss 12 Jahre leer und wurde vernachlässigt. 1999 wurde es umfassend restauriert. Es dient seither als Konventshaus des Deutschen Ordens, Provinz Österreich. Außerdem ist es Sitz des österreichischen Militärbischofs. Ein Teil der Räume steht als Gästehaus für die Abhaltung von Seminaren zur Verfügung.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.wehrbauten.at/noe/niederoesterreich.html
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 48.0458, 16.2741