KlosterAachen

Deutschordenskommende St. Aegidius, Aachen

Deutschordenskommende St. Aegidius, Aachen

Wohnzwecke

Die Deutschordenskommende St. Aegidius in Aachen war eine historische Klosteranlage des Deutschen Ordens, die im Jahr 1320 gegründet wurde. Sie befand sich in der Städteregion Aachen, Nordrhein-Westfalen, Deutschland, und ist heute als Baudenkmal geschützt. Die Anlage war dem heiligen Abt Aegidius geweiht und spielte eine Rolle im regionalen Gefüge des Ordens.

Geschichte+

Die Ursprünge der Kommende gehen auf einen Gutshof mit Kapelle zurück, der 1320 von Conrad de Pont verkauft wurde. Bereits ein Jahr später erwarb Goswin de Keversberg das Anwesen zurück und übertrug es 1322 als Stiftung an die Deutschordensballei Alden Biesen. Diese Schenkung wurde durch weitere Güterlehen ergänzt. Die Kommende St. Aegidius wurde 1328 aus dem örtlichen Pfarrverband entlassen und erhielt in den Folgejahren weitere Schenkungen. Zunächst als Priesterkommende geführt, ließ der erste Priesterkomtur Thomas van Aken um 1330 die ursprüngliche Kapelle abreißen und einen Neubau errichten. Im 16. Jahrhundert übernahm ein Ritterbruder die Leitung. Um 1591 wurden die Aachener Beginen und Begarden in die Kommende integriert. Um 1630 erfolgten umfangreiche Neubauten im Spätrenaissance-Stil, wobei die historische Bausubstanz der Aegidiuskapelle bewahrt wurde. Die Mitte des 17. Jahrhunderts markierte eine Blütezeit, in der mehrere Deutschherren in der Kommende lebten und Professfeiern stattfanden. Nach dem Stadtbrand von 1656 wurde die Anlage instand gesetzt. Im Jahr 1802 wurde die Kommende im Zuge der Säkularisation aufgehoben und später zu Wohnzwecken umgebaut. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie zerstört, wobei Teile der mittelalterlichen Stadtmauer und der Umfassungsmauern der ehemaligen Klosterkapelle in die Neubebauung der 1950er Jahre integriert wurden.

Lage+

Die Deutschordenskommende St. Aegidius befand sich in der Städteregion Aachen, im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Die Anlage lag innerhalb der Stadtmauern Aachens.

Vor Ort+

Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurden Teile der mittelalterlichen Stadtmauer und der Umfassungsmauern der ehemaligen Klosterkapelle in die Neubebauung der 1950er Jahre integriert. Die Anlage ist heute ein Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen.

In der Naehe+
  • Stadtbefestigung Aachen-Ponttor (Stadtbefestigung, 397 m)
  • Stadtbefestigung Aachen-Marienturm (Stadtbefestigung, 396 m)
  • Aachener Dom (Sakralbau, 496 m)
  • Kloster Salvatorberg (Sakralbau, 665 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Kupferstich von Romeyn de Hooghe / Public domain via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 50.7788, 6.0817