KlosterRegensburg

Deutschordenskommende St. Ägid (St. Gilgen), Regensburg

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Altenheim, Filialkirche

Die Deutschordenskommende St. Ägid (St. Gilgen) in Regensburg war ein bedeutendes Kloster des Deutschen Ordens, das in der Innenstadt von Regensburg, Bayern, Deutschland, gelegen war. Diese historische Anlage, die heute als Baudenkmal geschützt ist, zeugt von einer langen und wechselvollen Geschichte und stellt ein wichtiges kulturelles Erbe der Region dar.

Geschichte+

Die Gründung der Kommende St. Ägid erfolgte im Jahr 1210 durch Herzog Ludwig I. von Bayern. Dies machte sie zur ersten Kommende des Deutschen Ordens in Bayern und zur ersten Komturei der späteren Ballei Franken. Die Ansiedlung wurde durch die Schenkung von Gebäuden der ehemaligen Burggrafen von Regensburg ermöglicht, die Herzog Ludwig I. nach dem Aussterben der Babonen erhalten hatte. Im Laufe der Jahrhunderte erwarb die Kommende umfangreichen Besitz, darunter Kirchenpatronate und Hofmarken, die ihre wirtschaftliche Grundlage sicherten. Im 13. Jahrhundert schwankte die Anzahl der Ordensbrüder zwischen vier und sieben. Im Jahr 1368 wurde ein Seelhaus mit acht Seelnonnen eingerichtet, das der Versorgung Armer und Kranker diente. Auch ein Hospiz ist ab diesem Zeitpunkt belegt. Die Kommende überstand die Zeit der Reformation, wurde jedoch im Jahr 1809 aufgelöst.

Lage+

Die ehemalige Deutschordenskommende St. Ägid befindet sich im Herzen der Stadt Regensburg in Bayern, Deutschland, auf der Südseite des heutigen Ägidienplatzes.

Vor Ort+

In den historischen Räumlichkeiten der einstigen Kommende ist seit 1978 das Altenheim St. Josef untergebracht. Dieses wird vom Verein Deutschordenshaus Regensburg e. V. getragen, der von Familiaren der Deutschordensballei „An der Donau“ gegründet wurde. Die zur Kommende gehörende Ägidienkirche dient heute als Filialkirche der Pfarrei St. Emmeram. Die gesamte Anlage ist als Baudenkmal und Bodendenkmal geschützt.

In der Naehe+
  • Dörnberg Palais (Residenz, 188 m)
  • Schloss Thurn und Taxis (Schloss, 291 m)
  • Thon-Dittmer-Palais (Residenz, 447 m)
  • Palais Löschenkohl (Residenz, 449 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 49.0166, 12.0901